1-februar141 ChristinebloggtJa, ich sage es ganz offen: so richtig sportlich war ich noch nie, meine Eltern bestätigen das gerne und meine Grundschullehrerin erzählt auch gerne noch Anekdoten von Klein-Christine bei der Klassen-Fahrradtour (den Berg runter gebremst, weil es mir zu schnell war und den Berg rauf unter vielem Jammern geschoben).

Und der große Obstesser war ich ehrlich gesagt auch noch nie. Als Mama versuchst du dann natürlich ein gutes Beispiel zu sein und deinen Obstkonsum zu erweitern (also quasi von Null auf einen Apfel am Tag). Mein Vater meinte neulich, dass meine kleine Küchenhelferin mit ihren drei Jahren wohl schon weitaus mehr Obst gegessen hat, wie ich in meinem ganzen Leben.

Mehr Sport und gesünder essen waren auch jahrelang meine festen Neujahrsvorsätze, bis ich irgendwann beschlossen habe, dass ich keine Neujahrsvorsätze mehr fasse weil ich sie eh nie einhalte.

Süßspeisen, die Obst enthalten, kommen mir also grundsätzlich sehr entgegen, weil ich mir in diesem Fall immer schön reden kann, dass ich ja Obst esse und ich meinen Obstkonsum dadurch eindeutig in die Höhe pushen kann.

Als ich bei Miss Blueberrymuffin Bananencookies gefunden habe, habe ich das Rezept also ganz schnell mal nachgebackt. Cookies gehen immer und eine wirklich sehr reife Banane hatte ich gerade noch da liegen. Und statt sie einfach zu essen, fand ich die Idee sie zu verbacken und mit Schokolade zu paaren sehr viel verlockender.

Also ging ich ans Werk. Die Zutaten waren soweit alle im Haus. Allerdings war der Zucker im Keller und ich gestehe euch, dass ich einfach zu faul war in den Keller zu gehen und ihn hochzuholen. Deshalb habe ich ihn durch braunen Rohrzucker ersetzt und fand das Ergebnis sehr lecker. Auch der Vanillezucker hätte mich zum Treppensteigen gezwungen und so habe ich diesen durch Vanilleextrakt ersetzt. Ist nicht das Gleiche, war geschmacklich aber lecker.

Das Mehl hatte nicht ganz gereicht und ja, ihr könnt es euch schon denken: ich bin wieder nicht in den Keller sondern habe den fehlenden Teil einfach durch gemahlene Mandeln ersetzt.

So erwachen also manchmal neue Rezeptvarianten zum Leben.

Zu meiner Verteidigung muss ich allerdings sagen, dass ich an diesem Tag die Treppe schon zigmal gelaufen bin. Mit Kind, Maxi-Cosi, mit Einkäufen auf dem Arm. Wäsche runter, Zeitung hoch…

Und wenn ich so am Nachdenken bin wie mein Alltag aussieht, kann ich eigentlich sagen, dass sich mein Leben durch die beiden Kinder sehr sportlich gestaltet hat.

Kinder tragen: stärkt die Armmuskulatur.

Bücken nach liegengebliebenen Spielsachen: Beinmuskulatur

Tanzen und nachlaufen: gesamter Bewegungsapparat

Guck-Guck spielen: Armmuskulatur und Gesichtsmuskulatur

Spazieren gehen und den Wagen den Berg rauf schieben: naja, spüre ich überall.

Also ich muss sagen, dass ich wohl doch wesentlich sportlicher bin, wie gedacht. Und jetzt noch die Bananencookies! Wow, vielleicht mache ich nächstes Jahr an Neujahr doch wieder ein paar Vorsätze!

Für euch gibt es nach diesem Einblick in meinen Alltag aber nun auch noch die leckeren Bananencookies! Denn man muss ja genug Obst essen!

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Ihr braucht:

125 g Butter

165 g Rohrzucker

2 EL Honig

etwas Salz

1 TL Vanilleextrakt

1 reife Banane

100 g Zartbitterschokolade, gehackt

180 g Mehl

30 g gemahlene Mandeln

20 g Kakao

1 TL Backpulver

(Tipp von Miss B.: wer es vegan mag, lässt den Honig weg und ersetzt die Butter durch Margarine)

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So geht es:

Heizt den Ofen auf 180° C Umluft vor und legt zwei Bleche mit Backpapier aus.

Schlagt die Butter mit dem Zucker, dem Vanilleextrakt und dem Honig cremig. Die Banane zerdrückt ihr zu Mus und fügt sie zu der Masse hinzu. Vermischt Mehl, Kakao, Mandeln, Salz und Backpulver miteinander und hebt es unter die Mischung. Dann gebt ihr die Schokolade dazu und vermischt alles gut miteinander.

Gebt mit einem Eßlöffeln kleine Teigportionen auf die Bleche und drückt sie ganz leicht an. Lasst Abstand zwischen den Cookies.

Dann kommen die Bleche für 12-15 Minuten in den Ofen. Lasst sie danach gut auf den Blechen auskühlen.

Und schon habt ihr eure tägliche Portion Obst!

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3 comments on “Sport ist Mord-Cookies: oder warum das Leben als Mama schon genug Fitness in den Alltag bringt”

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