Kategorie: Eis und Desserts

Knecht Ruprechts Traum – Wintereis mit Apfel, Nuss und Mandelkern

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Christinebloggt

„Von draus vom Walde komm ich her,

ich möchte euch sagen, es weihnachtet sehr…“

Was habe ich dieses Gedicht als Kind geliebt (und liebe es auch heute noch). Es war für mich der Inbegriff von Weihnachtszeit. Dem Nikolaus habe ich es am Nikolausabend immer ganz brav aufgesagt und stellte mir vor, wie Knecht Ruprecht mit seinem großen Geschenkesack durch die winterweiße Welt stapft, auf dem Weg zu den Kindern.

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„Apfel, Nuss und Mandelkern“ für die Kinder haben mich dann auch zu diesem winterlichen Eisgenuss inspiriert. Die Idee ein winterliches Eis zu erfinden, kam mir übrigens durch ein Blogevent, das gerade bei Emma Bee stattfindet. Die sucht nämlich Eissorten, die eine saisonale Obstzutat enthält. Ich dachte an Äpfel, an Nüsse… und da war es dann, besagtes Gedicht.

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So bekommt Knecht Ruprecht also ein Eis gewidmet und sicherlich bringt er mir in diesem Jahr auch nicht die Rute mit. Wo ich ihm doch so brav ein leckres Eis gemacht habe. Aber vielleicht wäre ihm nach so viel Schneegestapfe ja auch ein heißer Glühwein lieber gewesen? Wer weiß? Meinem Mann, meiner Tochter und mir hat das Eis auf jeden Fall ganz wunderbar geschmeckt und euch will ich das Rezept auch nicht vorenthalten. Es ist übrigens ganz schnell und einfach gemacht und da ich ja zur Zeit die Gugl so liebe, habe ich es in die Guglform gefüllt. So macht es optisch gleich noch mal so viel daher. Und man kann es auch herrlich als kleines Dessert servieren. Etwas Schokolade dabei, ein paar geröstete Nüsse drüber oder Spekulatius klein zerbröselt drüber gestreut… hmmmm!

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Und was ihr dafür braucht, verrate ich euch nun:

250 g Apfelkompott (ich habe welches mit Sandorn verwendet, das gibt einen besonders feinen Geschmack)

200 g Schmand

300 g Naturjoghurt mild, 3,5 %

3 – 5 EL Puderzucker (je nachdem wie süß ihr das Eis wollt. Ich nehme 3)

3 EL Mandeln gehackt

3 EL Nüsse gehackt (ich habe Paranüsse verwendet)

Zimt (je nach Geschmack auch andere weihnachtliche Gewürze)

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Und so geht es:

Röstet die Mandeln und Nüsse kurz in der Pfanne an bis sie leicht gebräunt sind.

Dann verrührt ihr Schmand, Naturjoghurt und Apfelkompott miteinander. Wer mag, gibt ein wenig Zimt hinzu. Die Mandeln und Nüsse hebt ihr nach dem Abkühlen unter die Masse und rührt gut unter.

Gebt die Masse in eine gefrierschrankgeeignete Form und rührt alle zwei Stunden einmal um (nutzt ihr eine Guglform entfällt das Umrühren).

Das fertige Eis schmeckt besonders gut, wenn es mit etwas Schokoladensoße und gerösteten Mandeln serviert wird.

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Abschied vom Erdbeerland! Süßes aus der Flasche und aus dem Eisfach

ChristinebloggtWas bin ich glücklich mit meiner Einkochbibel. Ich würde das Buch am Liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Gerade da ich neu aufs Einkochen gekommen bin, hält das Buch jede Menge Tipps für mich bereit. Zur Zeit verarbeite ich fleißig die letzten Erdbeeren, da die Saison ja so gut wie abgeschlossen ist. Und ein Rezept das mich beim Lesen direkt begeistert hat, war der Erdbeersirup.

Ich stellte mir Sekt, Eis, Pudding vor – übergossen mit herrlich aromatischem Erdbeersirup. Hmmm, lecker!

Also habe ich mich an den Sirup gewagt und kann euch schon einmal verraten, dass das Ergebnis einfach nur köstlich ist. Ich habe es schon auf Vanilleeis und im sommerlich-kalten Getränk versucht: köstlich!

Wenn ihr euch den Sommergeschmack noch etwas verlängern wollt, habe ich hier das Rezept für euch:

Zutaten:

1 kg frische Erdbeeren

Saft von 2 Limetten

7 Pfefferminzblätter

600 g Kristallzucker

Und so geht es:

Schneidet die Erdbeeren nach dem Waschen klein und gebt sie mit dem Limettensaft und den Pfefferminzblättern in einen Topf und erwärmt alles auf ca. 80°C. Haltet die Temperatur für 5 Minuten.

Den heißen Fruchtbrei lasst ihr anschließend durch ein feines Tuch abtropfen. (Das war für mich der schwierigste Schritt: ich habe mich etwas schwer damit getan, die heiße Fruchtmasse durch das Tuch zu filtern und habe wohl auch zuviel ausgedrückt. Dadurch ist der Saft dunkler geworden).

Der filtrierte Saft wird nun mit etwas Wasser auf 1/2 l aufgefüllt und zusammen mit dem Zucker auf ca. 85°C erhitzt. Wenn sich der Zucker gelöst hat, füllt man den heißen Sirup in Flaschen und verschließt diese zügig. Die Flaschen legt man zum Auskühlen um, damit die heiße Masse den Deckel berührt und diesen so sterilisiert. Nach dem Abkühlen kann der Sirup kühl und dunkel bis zu drei Monaten gelagert werden.

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Angebrochene Flaschen werden im Kühlschrank aufbewahrt.

Ich freue mich schon sehr darauf, auszutesten, wozu ich diesen wunderbaren Sirup noch nutzen werde.

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Und manchmal führen im Leben ja die Zufälle zu den schönsten Ergebnissen. So habe ich die wohl schönsten Eiswürfel, die ich in meinem Leben bisher angefertigt habe, der Eisbegeisterung meiner kleinen Tochter zu verdanken. Denn wie so oft war meine kleine Küchenhelferin auch in der letzten Zeit wieder fleißig mit mir in der Küche am werken. Seit sie eine eigene kleine Schürze hat, würde sie am Liebsten den ganzen Tag backen, kneten und kochen. Vor einigen Tagen haben wir ja bereits Eiskonfekt hergestellt, gestern dann Minzeeiswürfel und so fragte sie mich, ob wir den Sirup (sie sagt Erdbeersaft dazu) auch zu Eis machen. Warum nicht, dachte ich. Leider waren alle Eiswürfelformen bereits belegt. Dann sah ich die Gugl-Form und dachte „Warum nicht?“, wenn die Küchenhelferin doch so gerne Erdbeereiswürfel hätte. Das Ergebnis seht ihr hier:

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Ich fürchte nur, dass sie äußerst schnell verschwunden sein werden, denn sowohl mein Mann als auch meine Tochter haben großen Gefallen an den roten Eisgugln gefunden.

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Wenn euch die Gugl gefallen, kann ich euch übrigens noch einen ganz tollen Blog empfehlen. Viele von euch werden ihn schon kennen, wer das aber nicht tut, sollte ihm schleunigst einen Besuch abstatten: Lisbeth´s Cupcakes & Cookies. Die liebe Karin hat dort nicht auch schon tolle Strawberrygugl gemacht, sondern auch ein herrlich leckeres Rezept für Gugl aus weißer Schokolade erfunden, welches mir wirklich das Wasser im Munde zusammen laufen lässt.

Und einen weiteren schönen Blog mit einem Rezept für geeiste Gugl habe ich dann gerade eben noch entdeckt: Sandra´s Tortenträumereien. Dort findet ihr total leckere Eiskaffeeeis-Gugl. Die sehen auch sehr verführerisch aus.

Und weil die Küchenplausch-Community gerade ein Erdbeerevent veranstaltet, habe ich hier noch einen Link für euch: Wer die Community noch nicht kennt, sollte auf jeden Fall einmal vorbei schauen. Nette Menschen und tolle Rezepte erwarten euch!

Erdbeer Rezepte auf kuechenplausch.de

Eiskalte Schönheiten für heiße Sommertage: Erdbeereiskonfekt

  ChristinebloggtPassiert euch das auch manchmal? Ihr stöbert im Internet durch Rezepteforen, klickt euch durch Blogs, lasst euch inspirieren von den tollen Bildern und Rezepten die ihr dort findet, und plötzlich – BÄHM – seht ihr etwas, was ihr unbedingt und eigentlich sofort nachmachen müsst?

Mir ging es vor einigen Tagen so als ich auf der Seite von Dr. Oetker gelandet bin. Da habe ich ein Rezept für „Eisige Blüten“ entdeckt und alleine das Foto hat mir so gut gefallen, dass ich es direkt schon nachmachen wollte. Da ich nicht alles im Haus hatte, ging es schnell zum Einkaufen und dann ans Nachmachen. Es ist ein wahres Blitzrezept und unglaublich lecker. Gerade wenn das Thermometer wieder fleißig am Klettern ist!

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Meine leicht veränderte Variante des Rezeptes stelle ich euch an dieser Stelle nun aber erst einmal vor.

30 g Zartbitterschokolade

1 P. Dr. Oetker Quarkfein Erdbeergeschmack

150 g griechischer Joghurt

150 g Schmand

4-6 kleingeschnittene Erdbeeren

Silikonformen (z. B. für Minigugl, Pralinen etc.)

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Und so geht es:

Hackt die Schokolade fein. Dann verrührt ihr das Päckchen Quarkfein mit dem Joghurt und dem Schmand. Nun hebt ihr die Schokolade und die Erdbeerstückchen unter und füllt die Masse gleichmäßig in eine oder mehrere Silikonformen.  Ich habe drei Pralinenformen genommen. Das hat von der Menge her gut gepasst.

Nun lasst ihr die Masse mindestens eine Stunde im Gefrierschrank, bis sie vollständig erstarrt ist. Sobald euch die süße Naschlust überkommt, könnt ihr das Eiskonfekt aus dem Gefrierschrank nehmen und aus der Form lösen. Kurz antauen lassen und ab in den Mund damit!

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Auch ohne die Erdbeerstücke habe ich das Rezept noch einmal probiert. Schmeckt auch dann sehr fruchtig und lecker. Und bei 30° C aufwärts sorgt es für eine – zumindest kleine – Abkühlung.

Und weil es auf der wunderbaren Küchenplausch-Seite gerade ein Erdbeer-Event gibt, setze ich euch ganz schnell auch noch einen Link dorthin. Wer die Community noch nicht kennt: schaut einmal vorbei. Ihr findet tolle Rezepte und nette Menschen.

Erdbeer Rezepte auf kuechenplausch.de

Joghurt-Erdbeereis mit Holunderblütensirup

Christinebloggt

Manchmal gibt es ja die schönen, kleinen Zufälle im Leben. So ging es mir im Vorfeld zu diesem Blogbeitrag. Mit meiner kleinen Küchenhelferin E. habe ich vor einigen Tagen Eis hergestellt. Auf besonderen Wunsch meiner Helferin gab es ein Erdbeereis. Und kaum ist das Eis fertig, lese ich, dass das nächste Thema von „Schätze aus meiner Küche“ Eis, Sorbet und Parfait lauten wird. Das hat natürlich ganz wunderbar gepasst. Und so kann ich euch heute nicht nur das Eisrezept (welches wirklich lecker ist) posten, sondern auch noch auf dieses Blogevent hinweisen. Bestimmt werden wir da bald ganz viele tolle Rezepte finden.

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Hier nun aber erst einmal die Zutaten für das Joghurt-Erdbeereis aus der heimischen Küche. Nutzt schnell noch die letzten Erdbeeren. Ansonsten schmeckt das Eis aber auch ganz toll mit anderen Früchten wie z. B. Kirschen.

Ihr braucht:Erdbeereis

250 g Erdbeeren

4 EL Zucker

100 ml Wasser

25 ml Holunderblütensirup

300 ml milder Naturjoghurt

6 EL Crème fraîche

2 EL Puderzucker

So geht es:

Die Erdbeeren werden mit Zucker, Wasser und Holunderblütensirup in einem kleinen Topf ca. 5 Minuten gekocht. Dann püriert ihr alles mit einem Pürierstab zu einem feinen Mus. Das Mus lasst ihr vollständig auskühlen.

Der Joghurt wird mit der Crème fraîche und dem Mus vermischt und mit dem Puderzucker versüßt. Je nachdem wie süß eure Früchte waren, braucht ihr hier nur noch ganz wenig Zucker.

Die Masse füllt ihr entweder in die Eismaschine oder ihr stellt sie in einem Behält in den Gefrierschrank und rührt dann von Zeit zu Zeit die Masse um, damit sich keine Eiskristalle bilden. Denkt bei der zweiten Variante daran, dass sich die Masse beim Erkalten ausdehnt. Der Behälter darf also nicht bis oben hin gefüllt sein.

Und dann heißt es eigentlich nur noch abwarten bis das Eis schön kalt ist und dann geht es ans Genießen! erdbeereis1

Blaubeer-Tiramisu mit Holunder-Crumble

    ChristinebloggtWenn ich momentan einkaufen gehe, wundere ich mich fast, dass es noch Blaubeeren gibt. Miss Blueberrymuffins Blogevent begeistert ja zur Zeit so viele, dass die kleinen blauen Beeren schon fast restlos ausverkauft sein müssen. Auch mich hat ihr Aufruf, etwas mit Blaubeeren zu zaubern, inspiriert: Zu einem Blaubeer-Tiramisu mit Holunder-Crumble. BlaubeerzeitBanner1Das Rezept hat heute seine Premiere gefeiert und ich muss sagen, dass ich es in Zukunft bestimmt noch öfter machen werde. Und passend zu diesem sommerlichen Dessert kam heute Mittag sogar kurz die Sonne heraus. Da hieß es nur noch: ran an die Löffel, genießen und die Seele baumeln lassen. Aber ich bin sicher, auch ohne Sonne hätte es uns auch ganz prima geschmeckt!blaubeer

Ihr braucht:

150 g Blaubeeren

Für die Creme:

250 g Mascarpone

100 g Naturjoghurt

1 EL Zitronensaft

2 EL Zucker

1 P Vanillezucker

50 ml Holunderblütensirup

Für die Streusel:blaubeer1

150 g Mehl

150 g Zucker

60 g Butter (kühlschrankkalt)

60 g gemahlene Mandeln

So wird das Tiramisu zubereitet:

Die Beeren werden gewaschen.

Mascarpone, Joghurt, Zucker, Vanillezucker und Zitronensaft mit dem Handrührer cremig rühren.

Die Zutaten für die Streusel zügig verkneten und die bröselige Masse auf ein Backblech streichen. Ca. 15-20 Minuten im Ofen bei 180° Umluft backen (die Brösel sollten leicht bräunlich werden). Auskühlen lassen.

blaubeer3In vier Gläsern (ich habe die Gelegenheit genutzt und endlich die wunderschönen Mason-Gläser eingeweiht) wird das Tiramisu aufgeschichtet. Erst kommt eine Schicht von den Bröseln. Diese werden mit dem Holunderblütensirup beträufelt. Dann kommt eine Schicht Creme, eine Schicht Beeren. Das Ganze wird noch einmal wiederholt. Ganz zuoberst sind die Beeren.

Nach Belieben können die Gläser noch garniert werden, z. B. mit Melissenblättern, Beerenspießchen…blaubeer4

Bis zum Verzehr kalt stellen.

Kleiner Tipp: den Holunderblütensirup kann man beispielsweise auch durch Orangenlikör ersetzen.