{Endlich Sommer! …und dann krank!} – Gesundbastelideen für Kinder: Eiswürfelmalen und Karten basteln

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Da haben wir so lange auf ihn gewartet: den Sommer, den Richtigen, den richtig Heißen. So mit Schwimmbad, Pool und Endlich-den-Bikini-an. Und kaum erreichten die Temperaturen bei uns die 30° C und mehr, hat das Backfräulein doch eine Sommergrippe erwischt. Mit tagelangem Fieber, mit Gliederschmerzen und viel Kopfweh.

Davor war bereits der kleine Backhelfer krank und kaum war dieser wieder auf den Beinen lag das sommerherbeisehnende Backfräulein vollkommen ermattet abwechseln im Bett und auf dem Sofa. Da war guter Rat teuer! Viel Trinken, viel Vorlesen, viele Hörspiele (und ja auch viel Fernsehen) und noch viel mehr Schlaf standen auf dem Programm.

Sobald es dann aber endlich wieder bergauf ging, mussten Beschäftigungsideen her. Denn Schwimmbad war noch verboten, zu wildes Planschen im Planschbecken auch. Ein paar kleine Wasserbombenschlachten haben wir aber doch eingebaut und ganz viel gebastelt.

Und diese Ideen teilen wir nun sehr gerne mit euch, denn sowohl Backfräulein als auch Backhelfer alias die Bastelbande hatten sehr viel Freude. Vor allem am Eiswürfel-Malen.

Die Idee habe ich einmal auf Pinterest entdeckt und fand sie total klasse.

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Ihr braucht ein paar Eiswürfelbehälter (oder kleine Silikon-Muffinförmchen), etwas flüssige Malfarbe (z. B. Fingerfarbe), ein paar Löffel zum Einfüllen, Zeitungen zum Unterlegen und etwas Wasser. Schon kann es losgehen.

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Füllt die Eiswürfelbehälter ca. zur Hälfte mir Farbe und rührt ein wenig Wasser ein, so dass die Behälter insgesamt dreiviertel voll sind. Wichtig ist, dass ihr Wasser und Farbe gut vermischt. Das Ganze lasst ihr im Tiefkühlfach gefrieren.

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Und dann einfach nur noch aus der Silikonform lösen und losmalen. Beim Schmelzen wird die Farbe frei gesetzt und es entstehen erfrischende Farbbilder.

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Wenn man schon nicht ins Wasser kann, findet man bei dieser Malerei auf jeden Fall Abkühlung!

Dann haben wir noch Katzenkarten gewerkelt. Mit unseren Stampin Up-Sachen haben wir diese Katzen hergestellt, die nun auf dem Nachttisch des Backfräuleins stehen und abends hübsch die Augen funkeln lassen.

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Demnächst zeige ich euch noch weitere Karten und unsere Feen- bzw. Elfenwelt die ebenfalls in der Kind-ist-krank-Phase entstanden ist.

Ich hoffe, ihr könnt die Sonne genießen!

Süße Grüße

Christine

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{Forscherparty} Kinder für Forschung begeistern

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Vor einigen Wochen ist mein kleines Backfräulein sagenhafte sechs Jahre alt geworden und wie in jedem Jahr durfte das Motto nicht fehlen. Die diesjährige Party sollte eine Forscherparty werden und so haben wir vorab viele Versuche zusammen gesucht, die für Kinder gefahrlos machbar und gleichzeitig auch unterhaltsam und auch ein wenig lehrreich sein sollten.

Da mein Mann ja Forscher ist, fand das Backfräulein „Forschen“ eh schon immer faszinierend und als wir im vergangenen Jahr mit der Lese- und Schreibwerkstatt eine Forscherlesenacht veranstaltet haben über die auch der SR berichtet hat, war ihre Begeisterung noch ein Stückchen mehr angefeuert. In der Lese- und Schreibwerkstatt sind wir zudem auch seit Wochen dabei, die Lust auf Bücher mit dem Interesse an den sogenannten MINT-Themen zu verknüpfen und so sind unsere Gruppenstunden auch stark von Forschergeist und Experimentierlust geprägt. Zu Kuhlmanns genialem Buch Lindbergh haben wir beispielsweise gerade in der vergangenen Woche Flugexperimente gemacht. Mehr dazu findet ihr auf der Lesenische.

Mich fasziniert momentan der Gedanke, wie wir mit Büchern eben auch den Forschergeist der Kinder reizen können, wie wir Bücher zum Anlass nehmen können, um sie fürs Forschen und Erfinden zu öffnen. Vielleicht wird die nächste Lesenacht eine Astronomie-Nacht werden. Da gehen mir gerade viele Gedanken im Kopf herum.

Doch zurück zur Forscherparty und den zehn forscherfreudigen Gästen.

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Im Vorfeld haben wir uns Gedanken über das Buffett gemacht. Hier gab es weiße (Labor)Mäuse zum Naschen, eine themenorientierte Geburtstagstorte, die Steffi für mich gemacht hat (noch einmal vielen Dank an dieser Stelle). Besonders süß fand ich die Idee, den Namen in Form eines Periodensystems anzubringen.

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Es gab zum Beispiel Ascorbinsäure in Form von Obsttüten. Ja – es gibt tatsächlich mehr Kinder als man denkt, die frische Früchte dem reinen Geburtstagssüß vorziehen. Ich war selbst überrascht, wie gut die Ascorbinsäure-Fruchttütchen gefuttert wurden.

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Und auch Forscherkekse haben wir im Vorfeld angefertigt. Beim Verzieren hat mir meine Tochter zu jedem Forscherglas erzählt, welcher Forschertrank gerade hergestellt wird und was er bewirkt.

Ein paar Spiel- und Forscherideen habe ich aber auch noch für euch. Zuerst gab es das Spiel „Hilfe, die Labormaus ist entkommen“. Dabei habe ich eine weiße Schaumgummi-Maus im Garten versteckt und alle Kinder mussten sie suchen. Wer sie fand, durfte sie dann essen und die nächste Maus verstecken.

Danach experimentierten wir, wie man einen Luftballon aufblasen kann, ohne eine Pumpe oder den Mund zu benutzen. Die Kinder füllten dazu Backpulver in eine Weinflasche, gaben Essig dazu und stülpten mit unserer Hilfe schnell einen Ballon über den Flaschenhals. Das entstehende Gas blähte den Ballon dann auf. Mein Mann erklärte den Kindern dann ganz genau, welches Gas da entstand und warum es den Ballon aufblähte.

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Danach spielten wir das Spiel „Bei Nuss ist Schluss“. Um den Bezug zur Forscherparty herzustellen, erklärte ich den Kindern, dass Forscher ja oft vergesslich sind und dass zum Beispiel die Brille vergessen wird. Ohne Brille kann man aber natürlich nichts sehen und muss sich auf seinen Tastsinn verlassen. (An dieser Stelle kann man auch abfragen, welche Sinne es denn noch gibt)

Und weil der Forscher nichts sieht (und im Spiel die Augen verbunden hat) muss er tasten: auf dem Tisch liegen viele Süßigkeiten die er einsammeln darf. Doch dazwischen liegen eben auch die Nüsse. Und sobald eine solche berührt wird, ist Schluss und der nächste Forscher ist dran.

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Auch bei dem Spiel „Supersauger“ ging es weniger ums Forschen selbst, sondern eher um den Spielspaß: ausgerüstet mit einem Strohhalm pro Kind und zahlreichen Smarties auf dem Tisch mussten die Kinder die Smarties mit dem Strohhalm ansaugen und in ihre Becher befördern 0hne dass diese auf dem Weg dorthin hinfielen.

Dazu habe ich als Einleitung erklärt, dass Forscher eben oft einen langen Atem haben müssen weil Forschung oft sehr langwierig ist und nicht immer beim ersten Mal klappt. Und dass wir nun testen, wer von ihnen den längsten Atem hat. Um auf so eine Hinführung zu kommen, braucht man übrigens auch Erfindergeist.

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Ein weiterer Versuch folgte. Dieses Mal haben wir die Forscher in zwei Forschergruppen eingeteilt, die gegeneinander antreten musste. Wir probierten die Ballonrakete aus. Dazu wird pro Team eine Schnur durch das Zimmer oder den Garten gespannt. Auf die Schnur wird ein Strohhalm eingefädelt und an diesen wird ein aufgeblasener, aber nicht zugebundener Ballon geklebt. Gleichzeitig lassen die Manschaften den Ballon los und es wird geschaut, welcher zuerst die andere Seite erreicht.

Hier kann man sehr schön das Prinzip des Rückstoßes erklären und Kindern zeigen wie beispielsweise eine Rakete startet oder auch wie ein Tintenfisch sich durchs Meer fortbewegt.

Mein persönliches Highlight war das Moleküle-Bauen. Hier haben wir den Kindern ganz vereinfacht erklärt, wie sich die Welt aus Atomen zusammen setzt und wie alle Stoffe aus Molekülen bestehen, die alle eine besondere Form haben. Nun gab es verschiedene Moleküle vorgegeben die die kleinen Forscher dann aus Gummibonbons und Zahnstochern nachbauen mussten.

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Und auch der abschließende Versuch der Chromatographie fand enormen Anklang bei den Partygästen. Hier haben wir das Prinzip der Chromatographie erklärt, indem die Kinder mit Filzstiften Punkte auf Filterpapier gegeben haben und diese Papiere in Wasser gelegt haben. Durch das durchziehende Wasser werden die einzelnen Farben die z. B. in Schwarz stecken dann auseinander getrennt und für Kinder ist das absolut faszinierend zu sehen.

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Ein Mitgebsel hatten wir dann auch noch für jeden Partygast: von Kosmos gab es für jeden ein kleines Experiment mit nach Hause. Unsere Kinder hatten am nächsten Tag sehr viel Spaß mit ihren Experimenten und ich werde mir nun auch immer ein paar Experimente als Mitbringgeschenke auf Seite legen.

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Und nun verabschiede ich mich mit den süßesten Grüßen und wünsche euch einen schönen Sonntag

Christine

 

{Kreativ-Rausch} oder: Ran an die Schneidebretter Mädels!

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Heute nehme ich euch nicht mit in meine Küche sondern auf einen Bastelworkshop – obwohl: zumindest ein Teil der Gäste hat ja in der Küche gebastelt. Von daher gibt es heute zwar kein Rezept aber doch Einblicke in mein umfunktioniertes Küchenreich, das gestern zur Bastelzone geworden ist, nebst meinem Esszimmer.

Wer dem Blog schon länger folgt, weiß ja, dass ich dank Ilona vom süßblog dem Stampin Up-Virus erlegen bin und seit zwei Jahren auch als Demo nebenher Kreativkurse gebe. Manchmal bei Kundinnen und manchmal eben auch bei mir zuhause.  Bis heute weiß ich nicht ob ich Ilona ewig dankbar dafür sein soll, dass ich durch sie Stampin Up kennen gelernt habe oder ihr den Hals umdrehen sollte, denn ich gebe es gerne zu, meine Wunschliste ist nicht unerheblich lang. Und dann kommen so Gedanken wie „Brauch ich eine private Altersvorsorge?“ oder „Ist ein Bausparvertrag wirklich so wichtig?“

Gestern war ich selbst also die Gastgeberin einer Stempelparty und habe mir im Vorfeld so manchen Gedanken gemacht, was wir gemeinsam basteln wollen. Da ich sowohl ein paar erfahrene Bastlerinnen erwartete, wie auch Teilnehmerinnen die zum ersten Mal Stampin Up kennen gelernt haben, sollte es nicht zu schwer werden und natürlich auch einiges aus dem neuen Katalog geben. Eine total süße Verpackungsidee habe ich bei Pinterest auf Claudias Kreativblog gefunden.

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Die Grundidee für diese Karten habe ich von Nicole die den wunderschönen Blog Wertschatz schreibt.

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Tagelang habe ich vorab Karten gewerkelt und für jeden Gast natürlich auch ein Gastgeschenk gemacht. Ich habe die Popcorn-Schachtel dazu zum ersten Mal getestet und bin sehr begeistert von dieser neuen Verpackung.

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Zum ersten Mal hat jeder Gast eine Art Tischset bekommen, auf das ich die neuen Stempelfarben gestempelt habe. 03-DSC_8525

Zehn bastelwillige Mädels fanden sich so am Morgen bei mir ein und schon bald wurde äußerst kreativ gebastelt. Was mich auf jedem Workshop aufs Neue fasziniert, sind die wunderschönen Ideen, die dann entstehen. Ich liebe es einfach, inmitten von so viel Kreativität und Bastelfreude zu stehen.

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Da es speziell ein Set, den „Wald der Worte“, nur in diesem Monat gibt, habe ich hier noch zwei Kartenideen für diejenigen, die am Überlegen sind, ob sie das Set brauchen oder auch für die, die es haben und Inspiration suchen.

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Und ein weiteres Set ist nicht im Katalog erwähnt, aber ab jetzt bestellbar. „Von mir gestempelt“ heißt es und ich finde es großartig weil ich ja so wahnsinnig gerne selbstgemachte Sachen verschenke.

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Ich werde am Sonntag (14.08.) die nächste Bestellung aufgeben.

Hier noch zwei Werke von meinen Teilnehmerinnen:

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Für die Nichtbastlerinnen unter euch zum Trost: ganz bald wird auch wieder der Ofen angeworfen und ich versorge euch mit Rezeptideen. Aber momentan bin ich im absoluten Bastelrausch! Selbst das Backfräulein schwelgt im Glück und will zusammen mit dem kleinen Bruder basteln. Wie könnte ich da Nein sagen?

Wie immer die süßesten Grüße

Christine

P.S.: Und speziell für Saskia noch der Link zu meinem Pinterest-Valentinstags-Board auf der du auch die süße Herzverpackung findest!

{Im Wald der Worte} Endlich wieder ein Einsatz am Basteltisch

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Neben dem Backen und Büchern schlägt mein Herz ja noch ganz doll für ein drittes B – dem Basteln. Und das habe ich in den vergangenen Monaten immer ganz hinten angestellt. Höchstens im dringendsten Geburtstagskarten-Notfall bin ich schnell in die Bastelecke gehuscht und habe im Eiltempo für mich hingewerkelt. Abends wenn die Kinder im Bett waren.

Denn sobald ich tagsüber den Weg zur Bastelecke einschlage kommt es sofort dazu, dass die Kinder begeistert basteln wollen. Das finde ich generell recht klasse, habe ich selbst aber etwas vor, weiß ich in solchen Momenten dass mein eigenes Projekt gerade außerhalb meiner Reichweite gerutscht ist. Denn Kinder-Bastel-Projekte laufen in der Regel so ab:

Der Bub entdeckt die Stampin Up-Tierbabys und die Dinos und will sofort stempeln. Das bedeutet. Stempelkissen, Stempelblock, Farbe, Papier, Saubermachkiste auf den Tisch und ohne dass wir überhaupt gestartet sind, ist der Tisch schon gut gefüllt.

Doch dann fehlt ja noch die Tochter: die sucht großzügig gefühlte zwanzig Stempelsets und ebenso viele Stempelkissen heraus, braucht auch gleich eine große Papierauswahl und ich bin eine Viertelstunde locker damit beschäftigt, die Sachen aus der Bastelecke an den großen Eßtisch zu schleppen, der sich langsam zum Stempel-Mekka entwickelt, auf dem sich nun Papiere, Stempel und Farben lustig türmen.

Dann geht es los und bald sind zwei Kinder im Stempelrausch und die Hände werden in Rekordzeit immer bunter. Mit wachsendem Buntheitsgrad der Kinder und des Papiers erwachsen dann auch Geschichten zu den Stempelbildern in ihren Köpfen.

Ich bekomme von Dinokämpfen erzählt und von den lieben Pflanzenfressern. Das Backfräulein alias Bastelfräulein erzählt mir von Elfenwelten in denen es zahlreiche Zauberblumen gibt. Und so vergeht dann locker ein halber Nachmittag. Ich werde zum Handlanger degradiert der Stempelkissen öffnen und schließen darf, für neues Papier sorgen kann und die Stempel noch einmal gründlich nachreinigt bevor sie zurück in die Verpackung kommen.

Doch abends nach ausgiebiger Aufräumaktion kann ich dann eben hin und wieder mein Bastelreich zurück erobern und was dabei zum Beispiel entsteht, habe ich hier für euch einmal dabei.

Es ist eine Schüttelkarte mit der wir uns bei den Erzieherinnen meiner Tochter für die schöne Kindergartenzeit bedankt haben. Und wenn ich mir jetzt vorstelle, wie viel Zeug ich für die Karte verwendet habe, kann ich nun sagen, dass ich weiß warum der Basteltisch der Kinder immer so wüst aussieht: eindeutig haben sie diese Veranlagung von mir geerbt. Muss in den Genen liegen, dass wir beim Basteln in den totalen Materialrausch geraten.

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Nur diesen Monat gibt es von SU ein Stempelset das „Wald der Worte“ heißt und in das ich schon sehr verliebt bin wie ihr an der Karte sehen könnt.

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Für die BastlerInnen unter euch: ich werde am 15. August eine Sammelbestellung machen und falls ihr etwas braucht, meldet euch doch einfach. Auch wenn ihr den neuen Herbst-Winter-Katalog braucht, schreibt mich an. Ich schicke ihn euch dann rechtzeitig zu.

Der Wald der Worte wurde bei uns schon im Feenreich verbastelt (Tochter: „Oh, das ist der Baum der Lebensfreude und wer unter dem sitzt kann immer glücklich sein“) und für die Dinos gab es „Blätter für die lieben Pflanzenfresser“ die wir mit der Big Shot dann fleißig ausgestanzt und unter die Dinos geklebt haben.

Ich muss euch mal Fotos von den Bastelwerken der Kinder machen.

So, und nun husche ich noch einmal zurück zum Basteln, denn die nächsten Projekte stehen an und ich nutze schnell die Zeit der frühmorgendlichen Ruhe.

Grüße aus der Bastelwelt

Christine

{Das erste Mahl} Und dazu delikate Zitronen-Orangen-Törtchen

Orangen-Zitronen-Törtchen3Ich bin ja ein kleiner Küchengeräte-Junkie und besitze ein ganzes Arsenal an technischen Hilfsmitteln. Angefangen von der Kitchen Aid-Küchenmaschine über Pürierstab, Handrührgerät, Schokoladenbrunnen, Waffeleisen und diversen Artikeln mehr bis hin zu einer Zuckerwattemaschine. Letztere ist zugegebenermaßen nicht oft im Einsatz. Aber immerhin: sie hat einen Platz im Regal.

Nun ist ein neues Gerät bei mir eingezogen und hat einen Platz an der pole position der Küchengeräte bezogen. Ich bin verliebt, das gebe ich ehrlich zu!

Seit einigen Wochen mahle ich mein Mehl selbst. Dazu habe ich mich vorab schlau gemacht in der Welt der Mühlen. Meine Freundin Melanie hat seit Jahren eine Mühle aus dem Hause hawos* und hat mir ihre Mühle wärmstens empfohlen. Hin und wieder, wenn ich bei ihr zu Besuch bin, durfte ich das Mehl mahlen und ich war jedes Mal aufs Neue begeistert. Körner oben rein und unten kommt das feinste Mehl heraus. Oder eben auch Gröberes. Denn die Mühle lässt sich auf verschiedene Mahlgrade einstellen und auch Gewürze kann man damit fein mahlen.

Für meine Kinder ist es der größte Zauber zu sehen wie aus Korn Mehl wird.

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Und ich teile ihre Begeisterung und ertappe mich dabei, wie ich bei jedem Mahlvorgang verzückt zuschaue wie der Weizen gemahlen wird. Die Mühle ist herrlich verarbeitet und ich bin von der Qualität begeistert. Genau so habe ich mir das Selbstmahlen vorgestellt. Schnell, fein, nicht zu laut.

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Dazu kommt die edle Holzoptik, die die Mühle auch optisch zum Hingucker macht. Ich habe mich schon erwischt, dass ich sie hin und wieder liebevoll streichle. Und einen Namen wird sie demnächst natürlich auch noch bekommen. Meine drei liebsten Küchengeräte sind ja allesamt im Laufe der Zeit getauft worden.

Wollt ihr wissen, was mein erstes Mahl (kleines Wortspiel) war? Ich habe Weizenmehl ganz fein verarbeitet und daraus unglaublich aromatische, delikate Orangen-Zitronentörtchen gemacht. Garniert mit karamellisierten Orangenscheiben. Das Haus: ein einziger Duft!

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Die Törtchen waren schnell von den Arbeitskollegen meines Mannes verzehrt und werden nach erfolgreicher Premiere ganz bald wieder gebacken und falls auch ihr diese süßen Verführer einmal nachbacken wollt, kommt hier das Rezept für euch.

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Orangen-Zitronen-Törtchen

Zutaten für ca. 12 Törtchen

200 g weiche Butter

3 Eier

1 Bio-Orange

1 Bio-Zitrone

150 g brauner Zucker

200 g Weizenvollkornmehl

25 g zarte Dinkelkornflocken (ich habe die von Kölln)

200 ml Milch

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Für den Guss:

150 g Puderzucker und etwas Zitrussaft

Für die karamellisierten Orangenscheiben:

1 Bio-Orange

100 ml Wasser

150 g Zucker

So wird es gemacht:

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen.

Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Früchte heiß abwaschen. Die Schalen fein abreiben. Wichtig ist, dass nicht zu viel von dem Weißen unter der Schale abgerieben wird. Dann werden die Törtchen bitter.

Orange und Zitrone auspressen und 100 ml Saft abmessen.

Butter, Zucker und Schalenabrieb mit dem Handrührgerät cremig rühren und nach und nach die Eigelbe einrühren. Mehl, Dinkelflocken, 5 EL Zitrussaft sowie die Milch in die Masse einrühren und anschließend den Eischnee vorsichtig unterheben.

Ich habe den Teig in kleine Papp-Muffinförmchen von dm gefüllt weil ich diese nach dem Backen gut ablösen konnte um die Form der Törtchen zu erhalten. Man kann natürlich auch normale Muffinförmchen verwenden.

Ca. 25 Minuten backen, aus dem Ofen nehmen. Mit einem  Zahnstocher mehrmals einstechen und mit 3-4 EL Zitrussaft beträufeln und auskühlen lassen. Dann aus den Förmchen lösen.

Für die Dekoration:

Die Orange heiß abwaschen und in dünne Scheiben schneiden. In einer großen Pfanne Wasser und Zucker bei niedriger Temperatur erhitzen. Wenn sich der Zucker aufgelöst hat werden die Orangenscheiben dazu gegeben und kurz aufgekocht. Ca. 10 Minuten bei niedriger Temperatur köcheln und hin und wieder umdrehen.

Orangenscheiben aus der Pfanne nehmen und abtropfen lassen.

Tipp: Den Rest des Orangensirups in der Pfanne aufheben und im Kühlschrank aufbewahren. Ich versüße mir damit zum Beispiel meinen Tee. Aber auch für andere süße Dinge ist es eine prima Grundlage.

Nun den Zuckerguss anrühren: dazu wird der Puderzucker gesiebt und mit etwas Zitrussaft glatt gerührt. Der Guss sollte zähflüssig und klümpchenfrei sein.

Guss über die Törten gießen und mit den Orangenscheiben dekorieren.

Wer mag, gibt noch eine essbare Blüte wie Kapuzinerkresse dazu.

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Und während ich diese Zeilen schreibe, überlege ich schon wieder, was ich denn noch schnell backen könnte, damit ich die Mühle wieder nutzen kann. So geht es übrigens auch meinem kleinen Backfräulein, das so gerne mahlt, dass es nun am Liebsten jeden Tag backen würde.

Ein großes Dankeschön noch einmal an die Firma hawos für den netten Kontakt.

Die süßesten Grüße

Christine

* Die Mühle 1 habe ich von der Firma hawos zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen. Natürlich ist meine Meinung davon wie immer unberührt.

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