Kategorie: Brot und Brötchen

Knusprige Kräuterbrötchen für die Grillsaison

Kräuterbrötchen mit Parmesan

Kräuterbrötchen mit Parmesan

Meine Kinder und mein Mann haben für die diesjährige Grillsaison (der Saarländer sagt Schwenksaison, denn bei uns wird ja geschwenkt) eine neue Lieblingsbeilage: knusprige Kräuterbrötchen mit frischen Kräutern aus dem heimischen Garten.

Ich gerate ja jedes Jahr aufs Neue ins Schwärmen, wenn das erste Gartengrün Farbe ins Spiel bringt. Winter vorbei. Winterjacken gaaanz weit nach hinten in den Schrank. In diesem Jahr sind die Winterjacken noch ganz schön lange im Einsatz gewesen und deshalb genießen wir den Sommereinbruch nun doppelt und dreifach. Wir halten uns fast nur draußen auf, haben unser Familienleben ins Grüne verlegt und genießen die Sonne, die Wärme und eben auch die ersten Gartenkräuter.

Die verarbeiten wir zu Tee, Eiswürfeln und nutzen sie auch zum Kochen. Und ganz neu im Rezepterepertoire: in leckeren Kräuterbrötchen. Außen knusprig, innen fluffig und dazu eine würzige Parmesanbutter. Da kann die Grillsaison beginnen! Ich bräuchte eigentlich schon nix weiteres mehr und könnte mich an den mit Butter bestrichenen Kräuterbrötchen schon satt essen. Vor allem der jüngste Familiensproß stibitzt sich von der Brötchensonne heimlich ein Brötchen nach dem anderen.

Da musste ich mich mit den Fotos auf einmal richtig beeilen, so groß war die Gier.

Kräuterbrötchen mit Parmesan

Bei den Kräuterbrötchen haben die Kinder ganz viel mithelfen können. Vom Zerbröseln der Hefe (ihr wisst ja die Hefe und ich: wir haben die alten Meinungsverschiedenheiten beigelegt und sind seit Neuestem die besten Freunde), über das Auswählen der Kräuter bis hin zum Formen der Brötchen: alles gemeinsam im Teamwork. Das klingt so idyllisch und war es auch, solange ich darauf geachtet habe, dass ja jeder gleich viele Aufgaben hatte, gleich tolle Aufgaben hatte und permanten beschäftigt war.

Und falls du selbst jetzt auch schon ein wenig Hunger bekommst, habe ich gleich das Rezept für dich.

Kräuterbrötchen mit Parmesan

(PDF zum Ausdrucken: Kräuterbrötchen mit Parmesan)

Kräuterbrötchen mit Parmesan

(ca. 20 kleine Brötchen)

Du brauchst:

1 Würfel Hefe

300 g Weizenmehl(Typ 550)

200 g Weizenvollkornmehl

200 ml lauwarmes Wasser

1 EL Honig

80 g Butter

1 Ei

1 TL Salz

2 EL gehackte Kräuter (Rosmarin, Thymian, Petersilie, Schnittlauch)

1 TL Paprikapulver

50 g geriebener Parmesan

Außerdem:

50 g weiche Butter

1 TL Salz

20 g Parmesan

1 EL gehackte Kräuter

1 kleines Eigelb mit etwas Milch verquirlt

Zum Bestreuen: geriebener Parmesan

So geht es:

Verühre die Hefe mit dem Honig und dem lauwarmen Wasser und lasse diesen Vorteig ca. 10 Minuten an einem warmen Ort ruhen.

Nun vermische die Mehle und das Salz miteinander und gib es zusammen mit den anderen Teigzutaten zu der Hefemischung.

Verknete den Teig bis er geschmeidig ist (das dauert ca. 5-8 Minuten).

Lasse ihn abgedeckt an einem warmen Ort ca. 90-120 Minuten ruhen. Der Teig sollte sich mindestens verdoppelt haben.

Vermische nun weiche Butter mit Parmesan, Salz und den gehackten Kräutern. Forme aus dem Teig ca. 20 kleine Kugeln und wälze diese jeweils in der Buttermischung.

Lege die Brötchen mit kleinem Abstand auf ein mit Backpapier abgedecktes Backblech und lasse die Brötchen noch einmal abgedeckt ca. eine halbe Stunde lang aufgehen.

Heize den Ofen auf 180°C Umluft vor. Streiche die Brötchen mit der Butter-Milchmischung ein und bestreue sie mit Parmesan. Nun backst du sie für ca. 15-20 Minuten.

Parmesan-Kräuterbutter

Kräuterbrötchen mit Parmesan

Du kannst auch etwas mehr Butter mit Parmesan, Salz und Kräutern zubereiten. Diese stellst du einfach in den Kühlschrank und hast eine perfekte Beigabe für die Brötchen. Frisch aus dem Ofen mit der Butter bestrichen sind die Brötchen ein wahres Gedicht.

 

Explosionsbox zum Geburtstag

Als frisch hefeverliebte Bäckerin freue ich mich ja immer wie ein kleines Kind, wenn ich beim Aufgehen des Teigs unter das Tuch spitze und sehe, wie der Teig größer wird. Zum Thema Aufgehen habe ich aber auch noch eine kleine Bastelei für euch: (Na, ist das mal eine Überleitung?) Eine Explosionsbox, die ich für einen 30. Geburtstag gebastelt habe. Beim Abheben des Deckels steigen Schmetterlinge empor und die Box enthüllt ihre Geburtstagsbotschaft.

Explosionsbox mit Schmetterlingen von Stampin Up

Explosionsbox mit Schmetterlingen von Stampin Up

Explosionsbox mit Schmetterlingen von Stampin Up

Explosionsbox mit Schmetterlingen von Stampin Up

Noch eine dezente thematische Überleitung: Nicht nur ich war kreativ. Auch die Kinder sind viel am Basteln. Wir haben in dieser Woche die letzten Projekte für mein neues Buch fertig gemacht und da wurde jede Gelegenheit genutzt, um gemeinsam zu basteln. Bei dem schönen Wetter waren wir natürlich ganz viel im Garten.

Ketten basteln

In dieser Woche haben wir die letzten Shootings gehabt. Das war schon ein tolles Gefühl. Ich freue mich schon wie ein Schneekönig. Wollt ihr das Cover schon einmal sehen? Schaut mal bei meinem Verlag vorbei, da könnt ihr es schon sehen.

Und jetzt verratet mir wenn ihr mögt doch noch eure liebste Grillbeilage. Ich freue mich immer, wenn ich ein wenig Abwechslung an Ideen zum Grillen habe.

Ich sende euch ein Lächeln!

Christine

… die wieder bei Kreativ durcheinander mitmacht.

 

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{Spontane Gäste} Knuspriges Last-Minute-Pizzabrot

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Was für ein Spätsommer! Ich glaube der Wettergott hat nach dem verregneten Frühling und Sommeranfang nun doch ein schlechtes Gewissen bekommen und verwöhnt uns gerade mit einer Extraportion Spätsommer-Glück.

Wir sind es hier auf jeden Fall in vollen Zügen am Genießen und sind viel draußen, basteln, spazieren im Wald, spielen im Sand und hüpfen auf dem Trampolin.

Und grillen schwenken. Wir Saarländer schwenken natürlich statt zu grillen. Da macht mein Mann keine Ausnahme und auch gestern wurde der Schwenker wieder angefeuert und Fleisch in großen Mengen und großer Vielfalt darauf geschwenkt.

Und am Schönsten ist es natürlich wenn man dann noch spontan ein paar nette Gäste einlädt. Ebenso spontan wie der Grillabend geplant wurde, ist auch die äußerst leckere Beilage entstanden.

Auch wenn mein Mann sich an einem solchen Tag rein von Fleisch ernähren könnte, finde ich so ein paar Beilagen und Salate doch auch sehr begrüßenswert.

Deshalb habe ich mir ein ganz fix zu machendes Pizzabrot ausgedacht. Und die Premiere ist geglückt. Ratz fatz war es dann auch schon weggefuttert.

pizzabrot

Hunger bekommen? Dann habe ich hier das Rezept für euch:

Knuspriges Pizzabrot mit mediterranen Kräutern

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(Zutaten für ein Blech)

150 g Weizenmehl

350 ml Mineralwasser

250 g Mozzarella

150 g Reibekäse

1 EL Olivenöl

10 g Fleur de Sel oder Meersalz

1 EL gehackte Kräuter (Rosmarin und Thymian zum Beispiel)

Zum Bestreuen:

1 EL gehackte Kräuter (s.o.)

ca. 20 g geriebener Parmesan

ein wenig Fleur de Sel oder grobes Meersalz

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So wird es gemacht:

Heizt den Ofen auf 220°C Umluft vor.

Nun legt ihr ein Backblech mit Backpapier aus.

Mineralwasser, Mehl, Öl, Kräuter und Salz miteinander mit dem Schneebesen zu einem glatten sehr dünnflüssigen Teig verarbeiten.

Käse reiben und Mozzarella in kleine Würfel schneiden und unter den Teig heben.

Masse auf dem Backblech verteilen und im Ofen ca. 30 Minuten bei 200°C backen bis sie leicht goldbraun ist.

Aus dem Ofen nehmen und mit Parmesan, den restlichen Kräutern und je nach Geschmack mit etwas Salz bestreuen. Kurz abkühlen lassen.

In Stücke schneiden und lauwarm oder kalt servieren.

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Ich suche im Sommer ja ständig nach leckeren Snacks, Brotideen, Salaten und Dipps. Solltet ihr da ein besonders leckeres Rezept haben, dann her damit!

Ich gehe jetzt mal die Reste des gestrigen Abends aufräumen. Denn es ist spät geworden!

Einen schönen Sonntag für euch und wie immer die süßesten Grüße

Christine

 

Leckeres Mittelalter: Fladenbrote mit knusprigem Mohn

Fladenbrot

Da macht man was mit, wenn man mit einer Foodbloggerin befreundet ist. Das dachte sich bestimmt meine Freundin Biggi (an dieser Stelle liebe Grüße an dich!), die diese wunderbaren Fladenbrote für unser Mittsommergrillen gebacken hat. Bevor sie uns das Fladenbrot auf den Tisch stellen konnte, habe ich die Kamera gezückt und es schnell mal fotografiert.

Ihr verdankt ihr indirekt übrigens meine aktuelle A Game of Thrones-Blog-Reihe. Denn durch sie bin ich der Welt von Westeros verfallen und bin nun passend zur Serie für euch am Bloggen. Morgen kommt schon die vierte Folge der neuen Staffel und ihr bekommt als kleinen Vorgeschmack wieder ein Rezept aus dem GOT-Kochbuch, das ihr bis heute Abend auch noch bei uns auf dem Blog gewinnen könnt (Klick).

Da ich wusste, dass Biggi diese leckeren Fladenbrote aus dem Kochbuch zubereitet, musste ich also dieses Mal gar nicht selbst in der Küche für euch werkeln sondern habe das Backen ihr überlassen und das hat sie auch richtig gut gemacht denn das Fladenbrot war einfach klasse. Schön locker, knuspriger Mohn obendrauf. Ein klein wenig mehr Salz könnte man einarbeiten. So erinnert das Brot an die salzarmeren Varianten wie man sie aus Italien oder Spanien oft kennt. Aber mit einigen leckeren Grilldips hat man da ja jede Menge Möglichkeiten den Geschmack zu variieren.

Wer die Bücher oder die Serie kennt, weiß, dass man reichlich Zeit mitbringen muss. Der Autor nimmt einen mit auf eine ganz besondere Reise. Er beschreibt so detailiert seine Figuren, seine Welt. Ja, und Zeit müsst ihr auch für die Fladenbrote mitbringen.

Und wer mich kennt, der kennt vielleicht auch einen meiner liebsten Buchorte: den Drachenwinkel. (auch hier: klick) So muss eine Buchhandlung aussehen, in der man nach Fantasy und mehr stöbert. Ich liebe den Laden. Dunkel, atmosphärisch, ganz oft Lesungen und zur Zeit auch einen GOT-Thementisch. Nette Ladenbesitzer und Angestellte, was will man mehr?

got

Für die GOT-Fans unter euch: dieses Mal reisen wir nach Dorne. Dort bekommt Prinz Doran Martell dieses Fladenbrot zusammen mit Oliven, Käse und Kichererbsenbrei serviert.

Fladenbrot

Fladenbrot

Fladenbrot

Für vier Fladenbrote braucht ihr:

350 ml Wasser

2 Päckchen Trockenhefe

1 TL Zucker

480 g Mehl

1 TL Salz

3 EL Olivenöl

1 Ei, verquirlt zum Glasieren

Schwarzer Mohn oder Sesam

Und so geht es:

Für den Hefenährteig erwärmt ihr 125 g Wasser, so dass es lauwarm ist. Löst die Hefe und den Zucker darin auf und lasst diese Mischung an einem warmen Ort ca. 10 Minuten gehen. Rührt 60 g Mehl ein, deckt die Schüssel locker mit einer Plastikfolie ab und lasst die Mischung weitere 30 Minuten ruhen.

Das restliche Wasser wird erwärmt (lauwarm). Nun gebt ihr das übrige Mehl in eine Schüssel und drückt in die Mitte eine Mulde. Dort hinein gebt ihr den Hefenährteig, das Olivenöl, das Salz und das Wasser. Nun verknetet ihr den Teig vorsichtig bis er zu einer klebrigen Masse wird. Auf einer bemehlten Fläche knetet ihr den Teig nun ca. 15 Minuten (ja, das ist Training für die Oberarme). Dann gebt ihr den Teig in eine gebutterte Schale, deckt diese ab und lasst ihn wiederum an einem warmen Ort für eine Stunde gehen.

Den Teig knetet ihr noch einmal kurz durch, dann teilt ihr ihn in vier Stücke und rollt diese zu Kugeln. Locker abdecken und noch einmal 30 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 280° C vorheizen.

 Nun formt ihr die Kugeln mit feuchten Händen zu Fladen. Drückt die Kugeln flach und knetet sie auseinander bis der Teig noch ca. 1 cm dick ist. Diese Fladen bestreicht ihr nun großzügig mit Ei und streut ganz nach Belieben Sesam oder Mohn darüber.

Mit den Fingern drückt ihr nun in regelmäßigen Abständen tiefe Löcher in die Fladen. Diese schiebt ihr nun in den Ofen und backt sie für ca. 6-8 Minuten bis sie goldbraun sind.

Am Besten schmeckt das Brot noch warm mit Honig.

(Auch mit Grilldips war es sehr köstlich)

Fladenbrot

Süße Grüße

Christine

Knuspriges Weizenbrot: Mein erster (erfolgreicher) Brotbackversuch

Weizenbrot

Der Hefeteig und ich: wir mögen uns nicht so besonders. Woran das liegt, kann ich gar nicht sagen. Ich von meiner Seite bin immer sehr nett zu ihm. Gebe ihm ordentlich Gratismassagen und knete ihn gut durch, lasse ihn gehen wenn er das möchte und wenn er sich aufplustert und den Dicken macht, freue ich mich sogar und bin gar nicht beleidigt.

Aber irgendwie will er sich oft gar nicht aufplustern und bleibt ganz bescheiden klein in seiner Schüssel. Was habe ich schon probiert. War das Wasser nicht warm genug oder zu warm für die Hefe? War der Ort zum Gehen lassen nicht gut genug temperiert?

Oder zickt der Teig einfach so herum, weil er mich nicht mag?

Naja, auf jeden Fall habe ich mich jetzt doch einmal wieder an die Hefe gewagt und im Rahmen der Game of Thrones-Wochen ein knuspriges Weizenbrot gebacken. Und soll ich euch etwas verraten? Es hat geklappt. Der Teig und ich: wir sind tatsächlich miteinander warm geworden. Bei dem Wetter ist das ja auch einfach. Ordentlich Sonne am Himmel, da konnte die Hefe wohl einfach nicht anders und der Teig ist endlich schön aufgegangen. Fast schon zu gut, denn er ist dann direkt übers Ziel hinausgeschossen und hat sich auf dem Gartentisch breit gemacht.

Es war aber noch genug übrige um zwei kleine sehr leckere und vor allem lockere Brote daraus zuzubereiten. Was bin ich gerade glücklich.

Weizenbrot

Weizenbrot

Das Rezept stammt aus dem wunderbaren und sehr ungewöhnlichen Kochbuch „A Game of Thrones – Das offizielle Kochbuch“. Zwischen meinen eher hellen Backbüchern kann ich dieses edle schwarze mit der herrlichen Goldprägung auch immer gleich herausgreifen.

Für Fans der Serie: Das Brot ist der Mauer zugeordnet.

„In der Großen Halle von Winterfell hing dichter Rauch und es duftete nach geröstetem Fleisch und frisch gebackenem Brot.“

(A Game of Thrones)

Wer dieses vielseitige und einfach nur herrliche Koch- und Backbuch gewinnen möchte, erfährt hier wie er das tun kann.

game of thrones

Ist eigentlich der ein oder andere Brotbäcker unter euch? Habt ihr vielleicht ein paar Anfängertipps für mich? Gerne dürft ihr unter diesem Beitrag einen Link zu passenden Blogbeiträgen setzen. Es würde mich sehr interessieren, ein paar Brotbacktipps zu bekommen.

Nun zurück in die Welt von Westeros.

Knuspriges Weizenbrot

Weizenbrot

Ihr braucht für zwei kleine Brote:

2 Päckchen Trockenhefe

1-2 EL Honig

700 ml warmes Wasser

800 g Mehl

1 EL grobkörniges Salz

40 g Maismehl

So geht es:

Gebt den Honig und die Hefe in das warme Wasser und verrührt alles ordentlich miteinander. Wenn die Hefe sich nicht vollständig löst, ist das nicht schlimm. In einer großen Schüssel vermischt ihr Mehl und Salz miteinander. Nun gießt ihr die Hefemischung darüber und fangt an das Ganze zu verkneten. Gebt die Mischung auf eine bemehlte Arbeitsfläche und knetet sie ungefähr fünf Minuten lang immer wieder gründlich mit den Handballen auseinander und zusammen. Ist der Teig sehr klebrig, gebt ihr Mehl hinzu. Der Teig sollte anschließend eine homogene Masse sein.

Nun fettet ihr eine (sehr) große Schüssel mit ein wenig Butter ein und gebt den Teig dort hinein. Deckt die Schüssel mit einem Küchentuch ab und lasst den Teig zwei Stunden ruhen.

Hat der Teig seine Größe mindestens verdoppelt, teilt ihr ihn in zwei Teile. Diese Stücke formt ihr nun zu runden oder ovalen Laiben und legt diese auf ein Backblech das ihr mit Backpapier ausgelegt habt. Bestäubt sie mit Mehl und schneidet sie mehrmals mit einem scharfen Messer ein. Streut das Maismehl darüber (wer mag kann auch ein paar feine Haferflocken darauf verteilen) und lasst die Laibe ohne Abdeckung noch einmal 40 Minuten gehen.

Heizt den Ofen auf 230° C Umluft vor. Füllt eine Auflaufform mit 500 ml Wasser und stellt sie auf das Grillblech ins untere Drittel des Backofens. Backt die Laibe ca. 30 Minuten. Sie sollten ein wenig hohl klingen wenn man auf die Kruste klopft.

Ein wenig abkühlen lassen. Und dann am Besten ganz dick mit Butter bestreichen, ein Glas Milch dazu und ich bin glücklich!

Yeah! Mein erstes eigenes Brot!

 Weizenbrot

Weizenbrot

Weizenbrot

Süße Grüße

Christine

 

A Game of Thrones – Zum Staffelstart das Kochbuch zur Serie und warum ich beim Nachbacken des ersten Rezeptes bestohlen wurde

    game of thrones

Ich bin ein Büchermensch. Absolut. Wenn ich am Lesen bin, tauche ich in andere Welten ein und kann komplett vom Alltag abschalten.

Lesen macht mich glücklich.

Bücher machen mich glücklich.

Deshalb kann ich im Nachhinein gar nicht verstehen, wie George R. R. Martins Epos „A Game of Thrones“ oder „Das Lied von Eis und Feuer“ so lange vor mir verborgen bleiben konnte. Ist es aber tatsächlich. Erst vor wenigen Wochen habe ich die faszinierende Welt von Westeros kennen und lieben gelernt. Und ich schäme mich ehrlich gesagt ein wenig es zuzugeben: zuerst habe ich die ersten drei Staffeln geschaut, bis ich dann auch zum Lesen gekommen bin. Irgendwie fies, da betrügt man sich selbst ja ein klein wenig und bringt sich um das berühmte Kopfkino. Nun haben mich die Bücher aber doch noch in ihren Bann gezogen und ich bin tief in Martins Epos eingetaucht.

Ende April habe ich dann bei Persis, die den unglaublich tollen Blog Ein Keks für unterwegs hat, entdeckt, dass es ein wahnsinnig schönes Kochbuch zu der Reihe gibt. Zwei Bloggerinnen haben sich tatsächlich die Arbeit gemacht, die Gerichte in den Büchern von Martin aufzuspüren und sich Gedanken dazu zumachen, wie man diese nachkochen könnte. Dazu haben sie in mittelalterlichen Rezeptbüchern gestöbert (Wahnsinn oder?), haben Rezepte ausprobiert, angeglichen, an die Jetztzeit angepasst.

In dem Buch findet man so eine kulinarische Reise, beginnend an der Mauer durch den Norden, den Süden, durch King´s Landing über Dorne bis jenseits der Narrow Sea.

Ihr findet die Rezepte immer in zwei Varianten vor: einmal in der mittelalterlichen und dann in einer neumodischen Version. Jedem Gericht ist zudem ein Zitat vorangestellt, von dem sich die Autorinnen zu dem Gericht inspirieren ließen. Und auch einen Einblick in die mittelalterliche Küche gibt es zu Anfang des Buches.

Fans der Serie werden mit diesem Buch richtig viel Freude haben, Mittelalterfans sicherlich auch. Und der Rest? Der auch, denn das Buch ist einfach etwas Besonderes. In Deutschland ist es im Zauberfeder-Verlag erschienen. Mit sehr viel Liebe hat der Verlag das Buch herausgegeben und es in den Händen zu halten, macht mich richtig glücklich, denn es sieht auch von außen schon edel aus. Hier habe ich auch einen kleinen Einblick ins Buch hinein:

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Netterweise hat der Verlag mir ein Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt, ein weiteres darf ich zudem an einen von euch verlosen. Doch dazu nächste Woche mehr. Ihr fragt euch, warum erst nächste Woche?

Ich habe mir Folgendes überlegt: Begleitend zur neuen Staffel, die am Montag auf Sky startet, werdet ihr jeden Sonntag – sozusagen als kleine Einstimmung – ein Rezept aus dem Buch vorgestellt bekommen.

Es würde mich sehr freuen, wenn ihr Lust habt, auf diese Art und Weise die Serie mit mir zu verfolgen.

Wer von euch ist der Serie bzw. den Büchern denn auch verfallen?

Die kulinarische Reise und unsere Reise durch die Welt von Westeros beginnt heute mit:

Modernen Brötchen mit Rosinen, Pinienkernen und Äpfeln

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„Iss, forderte Jon ihn auf. „Wer weiß, wann du das nächste Mal Gelegenheit dazu bekommst.“ Er nahm sich selbst auch zwei Brötchen, die Nüsse darin waren Pinienkerne und außer den Rosinen enthielten sie auch getrocknete Apfelstücke.

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Für ca. 12 Brötchen

Für den Teig:

200 ml Vollmilch

4 EL weiche Butter

ca. 480 g Mehl

50 g Zucker

2 Eier

1 Päckchen Trockenhefe

1 TL Salz

etwas Öl

Für die Füllung:

1 Apfel, geschält, entkernt und in kleine Stücke geschnitten

50 g Rosinen

20 g Pinienkerne gehackt

20 g gehackte Mandeln (im Originalrezept nicht enthalten)

150 g brauner Zucker

2 EL Zimt

4 EL Butter, geschmolzen

Wer eine Glasur mag:

120 g Puderzucker

4-5 EL Milch

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So geht es:

Erhitzt die Milch und Butter in einem Topf. Kurz vor dem Siedepunkt gebt ihr sie in eine große Schüssel und lasst sie auf Körpertemperatur abkühlen. Gebt 120 g Mehl, Zucker, Eier, Hefe und Salz dazu. Nun gebt ihr das restliche Mehl dazu und knetet den Teig gut durch. Wenn der Teig glatt und geschmeidig ist, formt ihr in zu einer Kugel.

Diese gebt ihr in eine große und geölte Schüssel. Darin wendet ihr die Kugel bis sie mit Öl bedeckt ist. Verschließt die Schale mit Folie und deckt sie mit einem Küchentuch ab. An einem warmen Ort lasst ihr diese nun ca. eine Stunde stehen.

In dieser Zeit vermischt ihr Zucker, Zimt, Äpfel, Rosinen, Pinienkerne und Mandeln miteinander.

Ist der Teig aufgegangen, gebt ihr ihn auf eine bemehlte Arbeitsfläche und rollt ihn auf ca. 30 mal 40 cm aus.

Nun verteilt ihr die geschmolzene Butter auf dem Teig. Die Apfelzuckermischung wird ebenfalls auf dem Teig verteilt. Dann rollt ihr den Teig von der langen Seite zu einer engen Rolle zusammen.

Mit einem scharfen Messer schneidet ihr nun 2 cm breite Stücke. Diese legt ihr auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, so dass sich die Schnecken fast berühren.

Deckt wieder mit einem Küchentuch ab und lasst den Teig noch einmal 45 Minuten gehen.

Heizt den Ofen auf 180°C (Umluft) vor. Dann backt ihr die Schnecken für ca. 20 Minuten.

Lasst die Teilchen abkühlen und wer mag kann nach dem Auskühlen noch aus Puderzucker und Milch einen Zuckerguss für darüber machen. Dazu verrührt ihr die beiden Zutaten einfach nur gründlich miteinander.

Hier kommt ihr zum Rezeptdruck: zimtschnecken

zimtschnecken

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Und jetzt zu dem Diebstahl, den ich euch in der Überschrift angekündigt habe. Kaum hatte ich meine leckeren Schnecken zum Abkühlen herausgestellt, wurden mir doch tatsächlich zwei ganz dreis geklaut. Meine kleine Backhelferin bemerkte den Diebstahl als Erste. Da waren doch blitzeschnell aus den zwölf Zimtschnecken zehn geworden. Eine blieb verschwunden, die andere fanden wir teilweise im Garten wieder. Die Elstern, die Nachbarskatze oder gar ein dreiäugiger Rabe? Wir wissen es nicht, haben aber die anderen Teilchen zum weiteren Auskühlen schnell zurück ins Haus gebracht.

Nachdem wir den gefundenen Rest großzügig den Tieren überlassen hatten, habe ich meine wundervolle Backhelferin übrigens am gleichen Nachmittag dabei erwischt, wie sie unsere leckeren Walderdbeeren im Garten verteilt: auch für die Tiere. Da war viel Überzeugungsarbeit notwendig, dass die süßen Früchtchen nur für uns sind und dass wir zukünftig nicht unseren Kuchen mit den Katzen teilen.

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So, und nun wünsche ich uns allen einen spannenden Start in Staffel Vier (diejenigen die die Bücher schon weitergelesen haben: verratet mir bloß keine Spoiler! Ich will gar nicht wissen, wer von meinen Lieblingen bald sterben muss. Das ist ja schlimm, was der Autor seinen Figuren und uns Lesern antut!)

Ich schicke euch ein Lächeln!

Christine

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Schnelle Sonntagsbrötchen – Gute-Launebringer am Frühstückstisch

Christinebloggt

Ich gebe es gerne zu: Frühstück ist die Mahlzeit am Tag, auf die ich gar nicht verzichten möchte. Mit einem leckeren Frühstück ist für mich der Start in den Tag schon zu fast 100 Prozent geglückt. Wenn dann noch Wochenende ist, man jede Menge Zeit hat und ofenfrische Brötchen auf den Tisch kommen, ist das schon so ebrötchen2in richtiger Glücksmoment. Und wenn man diese Brötchen morgens dann noch blitzschnell selbst gebacken hat und das Haus nach frisch Gebackenem duftet: ein kleines Stückchen Paradies!

Mein Morgen hat heute auf jeden Fall sehr gut begonnen. Und das lag nicht nur an diesen wahren Blitzschnell-Brötchen. Heute haben sich doch glatt ein paar Sonnenstrahlen auf den Küchentisch verirrt. Es scheint tatsächlich Frühling zu werden.

Für diejenigen unter euch, die ebenfalls gerne einmal diese leckeren Brötchen nachbacken wollen, habe ich das Rezept eben aufgeschrieben. Ihr braucht tatsächlich nur 10-15 Minuten, bis die Brötchen im Ofen sind und dann noch ca. eine halbe Stunde für Back- und Abkühlzeit. Und natürlich schmecken sie nicht nur Sonntags gut!

Schnelle Sonntagsbrötchen