Kategorie: Basteln

{Vernasch mich!} Mit dieser Karte geht Liebe tatsächlich durch den Magen

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Erinnert ihr euch an die Esspapierdeko, die ich kürzlich für mich entdeckt habe? Mittlerweile ist es so, dass ich das Esspapier genau so toll finde wie meine Kinder. Und deshalb kam mir diese Woche der Gedanke, eine essbare Karte zu basteln – für meine Tochter, die sooo gerne Post bekommt und gleichzeitig sooo gerne Esspapier nascht.

Und gerade beim Erstellen der Karte habe ich festgestellt, wie schön es sein kann, zwei Interessen miteinander zu verbinden. Denn ich habe sowohl einiges an Material aus meinem Bastelsortiment verwendet als auch in meinem Backschränkchen gewühlt.

Und hier habe ich für euch das Ergebnis: einen essbaren Valentinsgruß.

Wenn es euch interessiert, wie das Ganze funktioniert und worauf ihr achten müsst, habe ich hier die Anleitung:

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Vorab: die Grundkarte könnt ihr nicht essen. Da habe ich ein Papier in Aquamarin genommen und in Flüsterweiß eine Lage darauf geklebt, die ich zuvor mit dem Timeless Textures Set von SU bestempelt habe.

Doch der Rest ist komplett zum Knabbern geeignet.

Ich habe ein rosafarbenes Esspapier mit Herzen geprägt. Dann kam das Blooming Heart-Framelite-Set zum Einsatz. Mit diesem habe ich das Herz und die Blume ausgestanzt. Auch den Schmetterling habe ich so mit der Big Shot ausgestanzt. Diesen habe ich in der Mitte ganz zart mit einem scharfen Messer angeratzt, so dass ich die Flügel ganz leicht nach oben biegen konnte. Die Buchstaben wurden ebenfalls ausgestanzt. Mit der Itty-Bitty-Herzstanze kamen die kleinen Herzen hinzu. Und dann ist die Karte auch schon fast fertig und muss nur noch zusammen gesetzt werden und hier könnt ihr natürlich keinen normalen Kleber verwenden. Die Lösung war in meinem Fall essbarer Kleber, den ich zum Zusammenkleben verwendet habe. Aber alternativ könnte auch ein sehr steifer Puderzuckerguß funktionieren (das versuche ich demnächst einmal aus.

Ja, und so wie ich in meinem Bastelschrank jede Menge Perlchen und Glitzerzeugs habe, habe ich in der Küche tausende Nonparailles und Kuchendeko und damit habe ich dann die kleinen essbaren Glitzerakzente gesetzt. 3-DSC_7852

Worauf müsst ihr achten? Esspapier ist natürlich schneller zerrissen wie das bei normalem Papier der Fall ist, deshalb muss man einfahc etwas zarter mit dem Papier umgehen. Und ihr dürft nicht zu viel Kleber nehmen, weil das Papier sonst etwas aufweicht. Das solltet ihr auch immer im Hinterkopf haben, wenn ihr Esspapier auf Torten etc verwendet. Am Besten erst kurz vor Verzehr in die Creme stecken.

Nun bin ich gespannt, ob mein kleines Backfräulein die Karte tatsächlich isst oder ob sie neben der Pancake-Katze in ihrer Sammlung stehen wird.

Wie gefällt euch denn die Idee mit der essbaren Karte? Eure Meinung würde mich sehr interessieren.

Süße Grüße

Christine

{Herziges}Kleine Anleitung

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Nachdem ich euch im letzten Beitrag allerhand Herziges gezeigt habe, kam gleich von drei Leserinnen die Frage, wie ich die rote Herzkarte gemacht habe bzw. was ich alles dafür verwendet habe. Das freut mich natürlich sehr und gerne erkläre ich euch, was ihr alles für die Karte braucht.

Die verwendeten Materialien sind alle von Stampin Up und beim Zusammensuchen was ich alles gebraucht habe, habe ich gerade nicht schlecht gestaunt, wie viel manchmal selbst für ein kleines Projekt zusammen kommt.

Papier: Glutrot und Savanne sowie Flüsterweiß

Stempelkissen: Glutrot und Savanne

Stempel: Timeless Textures und Herzklopfen

Stanze: Herzblatt, kleine Herzstanze aus dem Itty Bitty-Stanzset sowie für die ganz kleinen Herzen: Herzkonfetti

Wink of Stella-Glitzerstift in Clear

Sowie das Schneidebrett, ein Schwämmchen und natürlich Klebemittel (doppelseitiges Klebeband und für das herausstehende Herz: Dimensionals)

Das Kartenpapier habe ich auf 21 * 15 zugeschnitten und bei 10.5 cm gefalzt. Das Flüsterweiß-Papier sowie den roten Kartenstreifen habe ich gar nicht ausgemessen sondern nach Augenmaß zurechtgeschnitten.

Mit Timeless Textures (meinem absoluten Lieblingshintergrundstempel) wurde der Hintergrund gestaltet, dann der Rand ein wenig mit Glutrot eingefärbt und dann mit jeder Menge Herzen versehen. Mit dem Wink of Stella-Stift ein wenige Glitzer auftragen und fertig ist eure Karte auch schon. 5-DSC_7812

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Heute sollte meine Karte übrigens schon ihren Empfänger erreichen. Und heute Abend werde ich mit meiner Jugendgruppe in der Lese- und Schreibwerkstatt gleich Herziges weiter basteln.

Euch wie immer süße Grüße

Christine

{Ist da gerade ein Tannenbaum vorbei geflogen?} Stürmische Liebe

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Draußen stürmt es und zum Leidwesen vieler Narren sind zahlreiche Umzüge heute ins Wasser gefallen (denn sonst wären sie vielleicht vom Winde verweht worden).

Ja, die ein oder andere stürmische Böe habe ich heute auch erlebt. Zum Glück nur aus dem regenbesprenkelten Fenster heraus, denn die Familie B. liegt mehr oder weniger flach. Erkältungsviren, die sich ja momentan auch im Sturm verbreiten, haben uns seit geraumer Zeit im Griff und seit heute sind wir alle vier fleißig am Tempo-Tücher-Verbrauchen.

Aber das Backfräulein kann dem Ganzen auch gute Seiten abgewinnen: viel Zeit zum Spielen, viel Zeit zum Vorlesen (zum Glück sind Mamas Halsschmerzen mittlerweile weg), viel Zeit zum Fernseh-Schauen (ja auch das darf einmal etwas mehr an sein, wenn alles krank ist) und so nutze ich nun die Gunst der Stunde (oder wenn wir im Wortspiel-Modus bleiben: die Ruhe vor dem Sturm) und komme dazu, endlich wieder etwas zu Bloggen.

Und weil Valentin vor der Tür steht, kommt dieser Beitrag besonders von und mit Herzen daher. Zum einen bastel ich momentan manch Herziges und zwei Karten habe ich hier für euch. Wenn ihr Fragen zu den Karten habt (was ich benutzt habe etc)., schreibt mir einfach.

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Und dann geht Liebe natürlich auch immer durch den Magen und da meine Kinder ja krank sind und Eis bekanntlich immer beim Gesundwerden hilft, gab es gestern noch spontanes Waldbeeren-Sorbet und passende Milchshakes dazu. Die Shakes wurden allerdings so Ratz-Fatz vertilgt, dass ich euch davon keine Fotos mehr zeigen kann und das Sorbet war ähnlich schnell verzehrt. Einzig ein klitzekleiner Rest wurde von mir noch schnell zu kleinen Eisherzen gefroren, die es dann heute als Nachtisch gab.

Gemacht habe ich das Eis mit meinem Cook Processor von Kitchen Aid (habe ich schon gesagt wie sehr ich ihn liebe?). Das Rezept habe ich allerdings so in der Art auf einem Thermomix-Abend bei meiner Freundin Mèlanie (wenn du das liest: habe ich den Strich richtig rum?) kennen gelernt.

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Was ihr für das Eis braucht:

300 g Tiefkühl-Waldbeeren (oder eine andere Beerenmischung)

60-100 g Puderzucker (je nachdem wie süß ihr das Sorbet wollt)

100 ml Sahne

plus für die Milchshakes: 200-300 ml Milch (je nachdem wie zähflüssig der Shake sein soll)

Wer mag nimmt noch ein paar Minzblätter hinzu und verleiht dem Ganzen noch ein besonderes Aroma.

So geht es:

Wenn ihr weder Thermomix noch Cook Processor habt, braucht ihr einen guten Mixer. Dann sollte es auch funktionieren. Die Beeren müssen dann eventuell in zwei drei Portionen zerkleinert werden.

Mit dem CP:

Bestückt den CP mit dem Messereinsatz und gebt die Waldbeeren in den Rührtopf. Deckel zu und einige Sekunden auf Pulse drücken. Die Beeren vom Rand abstreifen und wiederholt auf Pulse drücken. Nun gebt ihr den Puderzucker und die Sahne hinzu und beginnt langsam die Geschwindigkeit zu steigern bis ihr eine homogene Masse habt.

(Wer die Minzevariante mag, gibt diese direkt von Anfang an mit in den Topf).

In kleine Dessertgläser füllen und direkt servieren.

Für die Shakes habe ich einen Teil des Sorbets im Topf gelassen und Milch dazu gegeben. Deckel wieder schließen und einige Sekunden auf Pulse drücken.

Und für die Herzen: da habe ich einen Teil des Sorbets einfach in kleine Pralinenformen gefüllt (aus Silikon) und diese dann über Nacht in den Tiefkühlschrank gestellt. Schon habt ihr kleine Eispralinen

Das Ganze dauert nicht einmal zehn Minuten zusammen und ihr habt dreierlei Leckereien gezaubert.

Ach, ich liebe solche einfachen Blitzrezepte. Wenn ihr einfache, schnelle Rezepte habt, dürft ihr gerne hier verlinken. Ich freue mich immer über Inspirationen!

Und a propos Blitz: hier gibt es zwar kein Gewitter, aber gerade eben sehe ich den Tannenbaum vom Nachbarn an meinem Fenster vorbei fliegen. Der lag wohl zum Verbrennen oder Vermodern auf dem Kompost und wurde von einer Sturmböe wohl eben mal so mitgerissen.

Ach was ich bin gerade so froh, dass ich nicht mehr raus muss heute.

Süße Grüße an euch

Christine

die sich jetzt gleich den nächsten Tee einschenkt und zur restlichen Familie auf die Couch und unter die Decke kuscheln geht.

{Schnelle Apfel-Tarte} Weniger Zeit in der Küche und mehr Zeit zum Ordnung schaffen

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Ich liebe ja Rezepte die schnell gehen und trotzdem gut schmecken. Diese Apfel-Tarte gehört in genau diese Kategorie. Sie geht wirklich fix und ihr habt sie mit wenigen Handgriffen vorbereitet und wenn ihr sie aus dem Ofen nehmt, duftet sie so wunderbar. Und das Beste: der Geschmack hält auch, was der Duft verspricht.

Und wenn ihr so rucki-zucki in der Küche fertig seid, dann habt ihr Zeit gewonnen zum… ja in meinem Fall zum Aufräumen und Ordnung schaffen.

Leider neige ich ja sehr zum Sammeln von allem Möglichen. Bücher ja eh, dann lauter Dinge die ich für meine Arbeit mit den Kindern in der Lese- und Schreibwerkstatt gebrauchen kann (und ihr würdet staunen was ich für meine Erzählkisten so alles verwenden kann – mein armer Mann weigert sich mit mir Flohmärkte zu besuchen).

In der Küche gibt es umfangreiche Kisten mit Ausstechern, Kuchenformen, Silikonformen, Zuckerstreuseln und und und.

Und seit ich Stampin Up entdeckt habe, quillt meine Bastelecke total über. Oh je! Genau hier bin ich momentan auch am Sortieren, Ordnen und generell am Ordnung schaffen.

Gar nicht so einfach und sollte einer von euch Ideen für Masking Tape-, Bänder- und Framelites-Aufbewahrungsideen haben, dann sage ich nur Her damit!

Zumindest für mein Papier habe ich nun aber Ordnung geschaffen und das verdanke ich zwei sehr schönen Regaleinsätzen der jungen Firma new swedish design, die ich im Internet gefunden habe und die mich total begeistert haben.

Die Möbeldesigner entwerfen Regaleinsätze und -erweiterungen für IKEA-Reagale und wer wie ich das Expedit oder Kallax-Regalsystem hat, der kann für Papier z. B. diesen Einsatz verwenden:

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Ich bin absolut begeistert davon, denn er passt farblich genau und ist auf den Millimeter passend zugeschnitten. Und im Gegensatz zu manchem IKEA-Möbelstück habt ihr den Einsatz innerhalb kürzester Zeit zusammengesteckt.

Ich werde wohl noch einige der Einsätze im Laufe der Zeit anschaffen, denn sie helfen mir tatsächlich dabei Ordnung ins Bastelchaos zu bringen. Wundervoll!

Zudem war der Kontakt mit der Firma ganz besonders nett und alleine schon wegen dieser Kombination aus Freundlichkeit, Schnelligkeit und der Qualität der Möbel bin ich restlos begeistert.

Und so sieht mittlerweile dank der IKEA-Küchenhalterungen meine Stanzenwand aus:

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Doch nun bekommt ihr erst einmal das Rezept für die Apfeltarte von mir.

Apfel-Tarte

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1 Blätterteig (Rolle im Kühlregal)

200 g Apfelmus

100 g Mandeln, gemahlen

50 g Marzipan

3 kleine Äpfel

2 EL Zucker

2 EL Sahne

Optional: Zimt oder Vanille

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So geht es:

Heizt den Ofen auf 200° C Umluft vor und fettet eine runde Pie-Form ein.

Legt die Form mit dem Blätterteig aus (aus den Resten steche ich meist noch ein paar Sternchen aus, die ich am Ende auf die Füllung lege) und stecht den Teig mehrfach mit einer Gabel ein.

Vermischt Mandeln, Sahne und das Apfelmus miteinander und streicht diese Masse auf den Teig.

Nun das Marzipan in kleine Würfelchen schneiden und diese darauf verteilen.

Die Äpfel schälen, entkernen und in schmale Spalten schneiden. Diese von außen nach innen kreisförmig auf die Apfelmus-Masse verteilen.

Darauf den Zucker verteilen. Wer es sehr süß mag, nimmt die doppelte Menge.

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Tarte für 20 bis 25 Minuten auf der mittleren Schiene im Ofen backen bis der Teig leicht braun wird und der Zucker karamellisiert (evt. einige Minuten die Grillfunktion gegen Ende einschalten).

Aus dem Ofen nehmen und am Besten gleich lauwarm servieren. Dazu passt zum Beispiel auch gut Vanilleeis.

Geschmacklich variieren könnt ihr die Tarte indem ihr die Apfelmus-Masse zusätzlich aromatisiert. Zum Beispiel mit etwas Zimt oder Vanille.

Die süßesten Grüße

Christine

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{Winterblumen} Die dürfen auch braun und ohne Blüte sein

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Jetzt ist doch glatt der Winter doch noch gekommen. Da hat er fein gewartet bis im Hause B. die letzte Tannennadel aus dem Haus gekehrt wurde und die Sterne vom Fenster verschwunden sind. Und schwupp, schon schneit es. Im Saarland liegt zugegebenermaßen (zumindest in meiner Region) nicht allzu viel Schnee. Aber für einen kleinen Sonntagsspaziergang mit Schlittenfahrt und Schneeballschlacht hat es dann doch allemal gereicht.

Dabei habe ich den wohl braunsten und liebevollsten Winterblumenstrauß aller Zeiten von meinem kleinen Bastelbub gepflückt bekommen. Mit seinen zwei Jahren stapfte er dick verpackt durch den Schnee und pflückte für Mama alles an Stengeln was noch irgendwie zwischen den Schneebergen herausgespitzt hatte. Voller Liebe und mit extragroßem Strahlen im Gesicht hat er mir dann seine Ausbeute überreicht und ich habe dann jedes braune Hälmchen bewundert.

Der Kleine weiß, wie gerne ich Blumen mag und da ich momentan ja reichlich viel mit dem Botanical-Set bastle, haben wir auch im Winter viele bunte Blumen im Haus.

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Mit den Kindern entstehen die Blumen in Gemeinschaftsarbeit: Juli darf kurbeln (die Big Shot wird sehr geliebt), Elisa hat die Aufgabe die Blumen schön zusammenzustellen und nachher alles mit Glitzersteinchen zu versehen. botanical

Diese Verpackungen habe ich euch ja neulich schon gezeigt. Ach, die liebe ich wirklich. 01-DSC_7627

Und was der Winterblumenstrauß und diese Papierblumen gemeinsam haben: sie brauchen beide kein Wasser.

Bald zeige ich euch die ersten Frühlingsbasteleien. Und für Ostern werkeln wir auch schon die ersten Sachen.

Wie immer die süßesten Grüße für euch

Christine