Kategorie: Verschiedene Dinge

{Happy, Happy Halloween} Die besten Halloween-Party-Ideen

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Rund um Halloween

Ach, was war das für ein Trubel: kleine Hexen, Vampire, ein kleiner Kürbis, und manche Gruselgestalt mehr tummelten sich am Wochenende auf der ersten Halloween-Party des Backfräuleins. Wie es zu der Party gekommen ist, habe ich euch hier schon einmal erzählt.

Nachdem ich also sehr überraschend zum Party-Ausrichter geworden bin, habe ich mich mächtig ins Zeug gelegt um ein tolles Fest für das beste Backfräulein der Welt zu organisieren. Spiele suchen und vorbereiten, Gruselbuffet zusammenstellen und natürlich auch die Deko basteln: an dieser Stelle kann ich euch verraten, dass mir in den letzten Wochen definitiv nicht langweilig geworden ist.

Aber mit etwas Zeit und einem gut gefüllten Ideenboard bei Pinterest kann eigentlich nichts schief gehen.

Und was soll ich euch sagen? Die Vorbereitungen haben sich absolut gelohnt, denn die Party war einfach toll! Und weil die kleinen Gruselwesen so viel Freude hatten, erzähle ich euch nun doch einmal ein wenig von dem, was es bei uns gab. Vielleicht braucht der ein oder andere von euch ja noch Ideen? Gleichzeitig habe ich eine feine Gedankenstütze fürs nächste Jahr, denn das Backfräulein hat schon verkündet, dass es eine Gruselparty nun jedes Jahr möchte.

Halloween-Party-Deko

Wir haben zwei große Spinnennetze gekauft und alle Möbel und Ecken mit Spinnennetzen überzogen und natürlich noch mit einigen Spinnen geschmückt.

Aus Butterbrotpapiertüten haben wir kleine Gespensterlichter gebastelt: dazu haben wir mit Edding Augen und Mund aufgemalt, Marmeladengläser reingestellt und Teelichter (wir hatten aus Sicherheitsgründen LEDs verwendet) angezündet.

Halloween Party: Bastelidee: kleine Gespenster aus Butterbrotpapier

Aus normalem weißem Din A 4 Papier haben wir Spiralgeister ausgeschnitten, die dann zarte Kreise gedreht haben.

Halloween-Gespenster aus Papier

Einweggummihandschuhe haben wir mit Süßigkeiten gefüllt. Jedes Kind durfte sich eine Geisterhand mitnehmen.

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Aus Taschentüchern haben wir kleine Geister gebastelt, die dann durch den Raum gespannt an einer langen Schnur hingen. Und mit Stampin Up haben wir kleine Serviettenringe gebastelt:

Serviettenringe für die Halloweenparty

Halloween-Party-Spiele

Halloween-Bingo: Die Vorlagen für das Bingo-Spiel habe ich hier zum Gratisdownload für euch. Das Spiel machte uns allen total viel Freude. Wir haben Glasnuggets benutzt um die einzelnen Felder zu markieren.

Ein Bild findet ihr am Ende des Beitrags.

Dann gab es noch Hexen-Stopp-Tanz und da wirbelten nicht nur die kleinen Geister über die Tanzfläche. Auf die Klänge der Toccata, die mein Mann auf seinem Keyboard einspielte, tanzten die Partygäste ausgelassen über das Parket. Ach, wie war das herrlich. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an den besten Ehemann von allen (an diesem Abend alias „Der verrückte Professor“). Es war so stimmungsvoll.

Ein kleines Halloweenquiz in der Art von 1, 2 oder 3 fragte dann das Wissen über Halloween bei den Kindern ab.

Dann hatten wir Malvorlagen vorbereitet und jeder konnte kleine Monster ausmalen und Gesichter zeichnen. Die Vorlage habe ich hier gefunden.

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Ein wirklich lustiges Spiel habe ich bei wayfair gefunden: in der Art von Blinde Kuh mussten die Kinder hier einem Vampir die Zähne in den Mund kleben.

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halloween Party Spiel: Pinn die Zähne des Vampirs

Auch ein kleines Halloween-Tabu gab es.

Und dann durfte sich jedes Kind auch noch eine kleine Fledermaus basteln, die dann mit Gummibärchen gefüllt wurde. Die Grundform ist die Pillowbox von Stampin Up, die ich sowas von liebe!

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Halloween-Party-Rezepte

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Zwei Leckereien muss ich euch auf den Bildern leider vorenthalten: meine wunderbare Freundin Mèlanie hat leckere Gruselfinger und Mumien gebacken. Und ich habe doch glatt versäumt sie für euch zu fotografieren. Aber ich verrate euch: sie waren sooo lecker. Und danke noch einmal an meine weltbeste Hexenfreundin und Aufräumfee Mèlanie und ihren Zombiemann Peter. Ihr seid die Besten!

Was gabe es noch:

Gespensterkekse und Vampire

Halloween Gespenster Kekse - Party Rezept Ideen

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Spinnencookies

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Halloween Gruselkekse Kekse - Party Rezept Ideen - Spinnenkekse

Augenmuffins

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Lebkuchenvampire

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Gespensterschokolade (die ich nicht richtig temperiert habe)

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Gespensterkacke

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und Blut!

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Ach das Blut (Kirschsirup): das war der absolute Hit bei allen. Die Kinder konnten sich die Spritzen mit dem Blut nehmen und in Sprite oder Wasser spritzen. Mein persönliches Abendhighlight war der Moment in dem mein Kleiner mit seinen zwei Jahren verzückt ausruft: „Blut ist soooo lecker!“

Heute Vormittag verkündete er dann direkt schon: „Julian will Blut trinken. Blut ist so gut.“ Ui!

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Die Rezepte werde ich nach und nach verbloggen. Zumindest ist das der Vorsatz. Deshalb sagt mir einfach, wenn euch ein Rezept besonders interessiert. Dass das Buffet so schön halloweenig war, verdanke ich einem feinen Sponsoring von Sugar Queen ehemals rheinbags. Als ich noch relativ neu am Bloggen war und auf anderen Blogs die tollen Verpackungen, Strohhälme etc bewundert habe, bin ich auf den Shop aufmerksam geworden und habe dort einen großen Teil meiner ersten Grundausstattung an Papierstrohhälmen, Muffinförmchen, Verpackungsboxen und manchem mehr bestellt. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass ich euch heute die Strohhälme, die kleinen Cookiekisten und die Cupcake-Wrapper (unter denen sich passende Muffinförmchen verbergen) zeigen darf. Die Kinder waren vor allem von den Wrappern so begeistert, dass fast alle sie mit nach Hause genommen haben. Danke an dich, Silke!

So, und nun hat es sich ausgegruselt und das Fräulein B. legt sich gleich gemütlich auf das Sofa und vielleicht trinke ich noch eine Spritze voll Blut.

Gruseltastische Grüße

Christine

P.S.: Und solltet ihr tolle Ideen für Halloween haben: ich bin immer froh, über weitere Ideen. Nächstes Jahr wird es zum Beispiel noch ein Mumieneinwickeln geben. Also her mit Tipps und gerne auch Links dazu!

Ideen für deine Halloween Party: Halloween Rezept-Ideen, gruselige Basteltipps und Partyspiele rund um Halloween - jede Menge DIY und Rezeptideen findest du auf dem Blog

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Halloween-Bingo zum Gratisdownload: perfekt um an Halloween mit Kindern zu spielen. Das kleine Partyspiel macht Freude und ist ganz einfach.

{Wolle für Flüchtlinge} Kleine Gesten die nachwirken

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Manch einer hat ja vielleicht schon mitbekommen, dass ich zur Zeit Wolle, Stricknadeln, Häkelzubehör und nun auch ganz neu Nähnadeln und -garn für die Flüchtlingsfrauen im Erstaufnahmelager Lebach sammele.

Ergeben hat sich das ganz nebenher aus der Kuchenaktion die ich vor einigen Wochen mit ein paar wirklich tollen Helferinnen und engagierten Frauen dort gemacht habe. Eine der Helferinnen, die sich im Lager ganz stark engagiert, erzählte mir, dass sehr viele Frauen gerne handarbeiten würden. Das brachte mich zum Nachdenken und mein eingebautes Sammlergen wurde aktiviert.

Wenn man den ganzen Tag auf engstem Raum mit anderen Menschen sitzt, kaum Möglichkeiten hat, etwas zu tun: wie schön müsste es da sein, ein wenig zu handarbeiten. Und so kam ich auf die Idee, gezielt nach Wolle und anderen Handarbeitsmaterialien zu suchen. In kurzer Zeit kamen viele Spenden zusammen und an dieser Stelle möchte ich all denen ein ganz herzliches Dankeschön senden, die mir Wolle und ähnliches vorbeigebracht, teilweise auch geschickt haben.

Dann berichtete die Saarbrücker Zeitung über die Aktion und auch hierauf erfuhren wir einen weiteren tollen Spendenboom. Vergangenen Donnerstag konnten meine Mama und ich zusammen mit meinem kleinen Backfräulein so das erste Auto voller Handarbeitssachen packen und ins Lager fahren.

Dort angekommen bekamen wir erst einmal Helferwesten und packten dann Kiste für Kiste aus und machten uns auf den Weg, die Wolle an die Frau zu bringen. Wir gingen einfach drauf los, sprachen (mit Händen und Füßen) die ersten Frauen an und waren schon bald umringt von strickbegeisterten Frauen. Und dann ging alles ganz schnell: während ich von Handarbeiten ja absolut gar keine Ahnung hatte und eher für das Erklären zuständig war (ich hätte mir vorher mal anschauen sollen was Wolle, Stricken oder Häkeln auf Englisch bedeuten), konnte meine Mama zielsicher die richtigen Nadeln herausgeben und das Backfräulein war in diesem Fall das Nadelmädchen, das den Beutel mit den ganzen Nadeln trug und verwaltete.

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Es hat uns sehr bewegt, wie dankbar die Frauen waren. Sie zeigten mit den wenigen deutschen Worten die sie schon kannten und auch mit vielen Gesten, was ihnen diese Aktion bedeutet hat. Und wir waren sehr gerührt, zu sehen, was man tatsächlich mit solch kleinen Gesten bewirken kann.

Selbst einige junge Männer konnten wir froh machen, die gerne einige der dickeren Nähnadeln für Tätowierungen nutzen wollen. Sicherlich auch eine Art der Beschäftigung und ich musste sehr schmunzeln, als ich endlich kapiert hatte, was mir die jungen Männer mitteilen wollten, als sie sich immer wieder auf den Arm mit dem Finger klopften. Aber auch die Frauen waren mit den wenigen Nadeln die wir hatten sehr dankbar und zeigten uns, dass sie damit kleine Löcher etc in der Kleidung flicken wollten.

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Deshalb suchen wir nun auch zusätzlich noch Nadel und Faden und was sicherlich ganz super wäre: es gibt doch diese kleinen Nähsets für unterwegs mit einigen Nadeln, Knöpfen, Garnen: so etwas könnten wir sehr gut zum Verschenken gebrauchen. Wolle etc suchen wir natürlich auch weiterhin.

Was mich sehr bewegt hat, waren kleine Gesten der Flüchtlinge: sie, die selbst nichts haben, schenkten meiner Tochter z. B. Luftballons. Ein kleines Mädchen kommt und hält uns eine Tafel Schokolade hin, die sie mit uns teilen möchte, weil wir ihrer Mama Strickwolle geschenkt haben.

Das sind Momente, die im Herzen einfach bleiben.

Als alle Wolle verteilt war, habe ich noch ein paar Kindern Glitzertatoos gemacht. Auch hier war meine Tochter eifrig am helfen.

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In den letzten Tagen spricht sie sehr viel von den Flüchtlingen. Es macht sie sehr nachdenklich, was es für die Kinder bedeutet, alles zurück zu lassen. Wir reden viel darüber und heute erzählt sie mir vor dem Kindergarten, dass sie in ihrem Zimmer mal schaut, was sie alles nicht mehr braucht und was Flüchtlingskinder viel mehr brauchen könnten. Und auch ich durchforste meine Schränke und stelle fest, wie viel ich habe. Suche Dinge zusammen, die anderswo dringender gebraucht werden und bin von einer tiefen Dankbarkeit erfüllt, dass ich in einem solchen Land wie Deutschland leben kann.

Dass ich meine Kinder in friedlichen Zeiten großziehen kann, dass sie genug zu essen, zu spielen und vieles mehr haben. Dass sie ohne tiefe Ängste aufwachsen können.

Wer noch nie in einem Lager war, kann sich gar nicht vorstellen, was es bedeutet, dort leben zu müssen und wenn es nur für einige Wochen ist. In den Zelten stehen die Betten (drei Etagen übereinander) dicht an dicht. Es gibt keine Privatsphäre. Dazu kommen die Ängste und Sorgen, wie es Familien und Freunden geht, die man zurück lassen musste. Nie hat man Ruhe, es gibt keinen Platz, der nicht irgendwie belegt ist.

Und gleichzeitig sehe ich, wie viele Menschen sich dort einbringen. Jeder auf seine Art: beim Spielen mit den Kindern, beim Sortieren der Spenden oder bei der Ausgabe der Kleider. Es gibt so viel zu tun und zu organisieren und ich bin mehr wie beeindruckt, wie viele Menschen sich dort gerade engagieren.

Wir suchen also weiter Spenden und freuen uns über jeden, der unsere Aktion unterstützt. Und auch hier habe ich noch eine kleine Anekdote, die ich sehr rührend fand. Eine alte Frau bringt meiner Mama Stricknadeln vorbei und gibt ihr dann noch zwanzig Euro um Wolle zu kaufen, weil sie doch keine Wolle hat, aber sich vorstellen kann, wie gerne die Frauen stricken wollen.

Süße und vor allem auch nachdenkliche Grüße

Christine

 

 

{Farbe bekennen! Braun steht nur Kuchen gut} Oder: mal eben ein Flüchtlingslager mit Kuchen versorgt

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Manchmal spürt man ganz tief in sich drin, dass es an der Zeit ist zu handeln. Schon seit einigen Wochen dachte ich darüber nach, neben meinen üblichen Beiträgen über Kuchen, Basteln und Kinder auch meine Gedanken zu der Flüchtlingssituation in Deutschland zu posten.

Warum? Ich habe keinen politischen Blog. Ihr wisst, dass euch sonst an dieser Stelle Kuchen und ähnliches erwarten, oft garniert mit der ein oder anderen Anekdote von meinem kleinen Backfräulein und dem Bastelbub.

Nein, ich bin kein politischer Blogger, wohl aber ein menschlicher. Und deshalb möchte ich euch heute mit in die Landesaufnahmestelle für Flüchtlinge in Lebach (für die meisten einfach Flüchtlingslager) nehmen. Denn dort waren ich und einige superengagierte Helfer heute Mittag und haben dort Kuchen in großen Mengen verteilt.

Wie es dazu kam?

Mir gehen momentan viele Gedanken durch den Kopf. Wenn ich sehe, wie das Internet von braunem Gedankengut überrollt wird, wird mir ganz anders.

Wenn ich an die Flüchtlinge denke, dann stelle ich mir vor, wie verzweifelt man sein muss, wenn man bereit ist sein Haus, sein Habe, manchmal seine Familie, seine ganze Existenz aufs Spiel zu setzen um sich auf eine Reise mit ungewissem, vielleicht sogar tödlichem, Ausgang zu machen.

Nein, an dieser Stelle so kurz vor der Flucht denkt sicherlich niemand daran, dass er jetzt einem Deutschen den Flachbildschirm klauen möchte oder sich irgendwo als Sozialschmarotzer niederlassen möchte.

Die Menschen wollen leben, in Frieden. Sie wollen eine Zukunft für sich und ihre Familien. Und wer von uns kann von sich nicht das selbe behaupten? Wir haben das große Glück, in einem Land zu leben, dem es wirtschaftlich gut geht, das politisch stabil ist. Das empfinde ich als großes Glück.

Viele der Menschen die hier ankommen, habe schlimme Dinge erlebt. Sie sind vor einem Grauen geflohen, das wir uns nicht einmal annähernd vorstellen können. Nun sind sie hier. In überfüllten Lagern, oft geplagt von Sorgen um die Zurückgelassenen, bei sich oft nicht viel mehr als ein Handy mit dem sie Kontakt nach Hause halten können und ein wenig Wechselkleidung.

Viele Menschen engagieren sich bereits für diese Menschen und setzen Freizeit, Kraft und viel Herzblut ein um vor Ort das Schicksal der Flüchtlinge erträglicher zu machen. Auch ich habe schon viele Sachenspenden abgegeben, doch da war das Gefühl mehr tun zu wollen.

Diesem Gefühl bin ich dann einfach gefolgt und hatte mit einem Mal vor Augen wie es wäre, mal eben ein Flüchtlingslager mit einer Kuchenspende zu überraschen?

Tag 1: Vergangenen Sonntag habe ich meine liebe Bloggerfreundin Andrea angeschrieben, die sich für Flüchtlinge sehr stark macht und auch sonst eine der engagiertesten Frauen ist, die ich kenne. Lesenswert ist ihr Blog Bachmichels Haus. Ihr erzählte ich von einem Gedanken, der mich zuvor einige Tage begleitet hat. Könnte man nicht einfach einmal spontan die Menschen im Lager mit Kuchen glücklich machen?

Ich traf nicht nur auf offene Ohren, sondern auf einen Menschen der das perfekte soziale Netzwerk hatte und so kamen schnell Andrea und Brigitte mit ins Boot, die sich im Lager bereits tatkräftig engagieren und deshalb auch gleich wussten, wer vor Ort wohl der richtige Ansprechpartner für die Idee war.

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Tag 2: Die Ideen sprudelten und so trafen wir uns gleich am nächsten Tag (nahmen Backbruder Reiner mit ins Boot dazu) und beschlossen, einfach gleich Nägel mit Köpfen zu machen und für freitags eine Kuchenaktion anzusetzen. Der Name der Aktion: Farbe bekennen – Braun steht nur Kuchen gut!

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Tag 3-5: Ich begann in meinem Freundeskreis und in meinen sozialen Netzwerken nach Kuchenspenden zu fragen und hier geschah ein kleines Wunder. In kürzester Zeit erklärten sich über 50 Mädels und Frauen bereit für die Aktion zu backen. Freundinnen fragten Freundinnen, Mütter, Wandergruppen. Immer weiter ging die Welle der Hilfsbereitschaft. Und wir Planerinnen steuerten natürlich auch diverse Bleche bei.

Doch auch darüber hinaus fingen so viele Menschen in meinem Umfeld sich an zu engagieren. Manche unterstützten gezielt die Hebammen, andere überlegten was sie noch spenden könnten, wieder andere waren vor Ort dabei. Das alles zu erleben, war ein unglaublich schönes Gefühl.

Tag 6: heute: Kurz nach 14.00 Uhr trafen wir bepackt mit Kuchen satt im Lager ein, bauten Tische auf, hingen Schilder auf auf denen in verschiedenen Sprachen zu lesen war, dass es bei uns Kuchen gab (eine tolle Idee von Backschwester Andrea), spontan fanden sich vor Ort Helfer ein die direkt mit anpacken und auch von den Flüchtlingen waren direkt einige zur Stelle die helfen wollten. Auch das Backfräulein war zum Helfen dabei, hatte es gestern doch schon mit mir zahlreiche Muffins gebacken und dekoriert.

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Eine Spannung lag mit einem Mal in der Luft. Wir wurden beäugt und der Platz um uns füllte sich rasant. Einige von uns gingen mit Schildern zu den Zelten um auch dort von der Aktion zu erzählen.

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Trauben von Kindern belagerten den Stand noch ehe der erste Kuchen aufgebaut war. Wow, das würde gleich rund gehen und ich war froh für jeden einzelnen Helfer.

Und dann ging es los: die Kuchen wurden aufgebaut und wir begannen mit dem Verteilen. Ihr könnt euch das nicht vorstellen: so viele Hände die sich euch entgegenstrecken und ein Stück Kuchen wollen. Egal welches: Hauptsache Kuchen! Von allen Seiten kamen die Menschen und einige Flüchtlinge halfen uns dabei, Ordnung in das Chaos zu bringen. Spontan fanden sich noch mehr Helfer ein und bald ging es routiniert zu, so dass wir Kuchen für Kuchen ausgeben konnten.

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45 Minuten und weit über 1000 verteilte Kuchenstücke später, war kein Krümel mehr da. Es war ganz einfach unglaublich. Wir hätten noch viel mehr Kuchen verteilen können. Und da das sicherlich nicht mein letzter Einsatz im Lager war, werden wir mit Sicherheit beim nächsten Mal noch einiges mehr dabei haben. Die Freude der Menschen, gerade der Kinder, wird denke ich auf den Fotos deutlich.

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An dieser Stelle muss ich auch einfach ein ganz großes Dankeschön an all die Helfer, die Kuchenbäckerinnen und diejenigen loswerden, die da heute so tatkräftig mitgeholfen haben! Ohne euch wäre die kleine Idee, den Menschen mit einem Stück Kuchen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern nicht möglich gewesen.

Eine weitere kleine Hilfsaktion ist in dieser Woche dann auch noch gerade so mit entstanden: ich sammele jetzt Wolle, Strick- und Häkelnadeln für die Frauen im Lager, denn viele von ihnen würden sehr gerne handarbeiten. Solltet ihr da also zuhause noch ein paar Wollknäuel oder Nadeln haben, dann nehmt gerne Kontakt mit mir auf. Die Spendenlawine dafür startet gerade.

Wie anfangs gesagt: ich bin kein politischer Blogger, doch die Menschlichkeit, die ich heute erfahren habe, die möchte ich mit euch teilen.

Und gleichzeitig kann ich euch nur sagen: manchmal sagt ein Stück Kuchen mehr als tausend Worte!

Wie immer die süßesten Grüße für euch

Christine

P.S.: Solltet ihr unter dem Motto „Farbe bekennen – braun steht nur dem Kuchen gut“ einen Kuchen backen wollen, verlinkt gerne in einem Kommentar. Hier das Banner:

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P.P.S.: es gibt übrigens viele, viele Blogger die mittlerweile ihre Meinung zur Flüchtlingssituation bloggen. Wer sich dafür interessiert, dem empfehle ich die tolle Aktion Blogger für Flüchtlinge. #bloggerfuerfluechtlinge

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{Little red Temptations auf Pro 7} Mit Pancake-Art zu Galileo

pancakeart  Was war das für eine Woche!  Pancake-lastige sieben Tage liegen hinter mir in denen ich bei Außentemperaturen von knackigen 35° C und höher über ein heißes Crêpes-Gerät gebeugt da stand und Pancakes gemalt habe. Gemalt?

Der ein oder andere Blogleser hat ja vielleicht schon mitbekommen, dass ich seit geraumer Zeit der Pancake-Art verfallen bin. Seit ich angefangen habe, mit Teig kleine Kunstwerke in die Pfanne bzw. auf den Crêpes-Maker zu malen, wollen meine Kinder ständig Pancakes in den unterschiedlichsten Formen haben. Naja gut. Der kleine Backhelfer ist flexibel was Motivauswahl angeht. Das Backfräulein bleibt dagegen seiner Katzenbegeisterung treu und isst auch in Pancakeform am Liebsten Katzen. Eine Pancake-Katze steht übrigens getrocknet in ihrem Zimmer – die war einfach zu süß zum Essen (Originalton des Backfräuleins). Ich habe allerdings gleich gesagt, dass wir keine Pancake-Katzensammlung eröffnen.

Doch nicht nur meine Kinder finden die Pancakes toll, auch Galileo findet die Pancake-Art zeigenswert und so kam es, dass ich vergangenen Montag mit einem Fernsehteam vor der Kamera stand und Reporter Christian in die Feinheiten der Pancake-Art eingeweiht hatte.

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Der stellte sich übrigens als gar nicht so untalentiert heraus und ich glaube mit ein wenig Übung könnte ein kleiner Pancake-Künstler aus ihm werden.

Ich bei Galileo! Das kann ich noch gar nicht glauben, ist aber tatsächlich so und wahrscheinlich kommt der Beitrag auch schon direkt heute Abend.

Und da es ja eigentlich eh zu heiß ist, um raus zu gehen, möchte ja vielleicht der ein oder andere von euch mich heute abend mal live und in Farbe sehen? Das würde mich natürlich freuen und ich selbst bin auch schon gespannt. Man sieht sich ja nicht alle Tage im Fernsehen.

Es ist übrigens echt unglaublich, wie viel Arbeit und wie viele Personen für einen Beitrag notwendig sind. Neben Tontechniker(in), Kameramann und den Menschen vor der Kamera gibt es noch manchen mehr, der am Set für Ordnung sorgt und ein Auge darauf hat, dass alles reibungslos funktioniert.

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Da mich die Pancake-Art doch gerade sehr in ihren Bann gezogen hat, wird es also in der nächsten Zeit sicherlich noch den ein oder anderen Beitrag zum Thema geben. Und auf unserer FB-Fanseite versorgen wir euch ja eh mit Schnappschüssen und Neuigkeiten. Daneben bin ich aber wie gewohnt gerade fleißig für euch am Backen und werde in der nächsten Zeit ein paar feine Rezepte für euch haben.

Und wer jetzt gleich Lust hat, die Pancake-Art auszuprobieren, der findet ein einfaches Rezept gleich hier.

Doch jetzt zwingen mich die tropischen Temperaturen erst einmal zu einem kühlen Sprung in den Pool (genauer gesagt in einen Hüpfer ins Planschbecken – aber Hauptsache erfrischend).

Wie immer die süßesten Grüße und falls ihr Galileo schaut: verratet mir, wie es euch gefallen hat.

Christine

Hier der Beitrag.

{Oster-DIY} Osternester aus dem Eierkarton

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Eierkartons sind momentan ja schwer in. Es gibt sie in allen möglichen Farben und mit ein wenig Papier und Bastelkram sind sie ganz schnell in Szene gesetzt.

Als die Firma wayfair mich gefragt hat, ob ich für sie ein Oster-DIY machen möchte, habe ich gleich an die Eierkartons gedacht. Ich wollte nichts Kompliziertes basteln, weil die Ideen ja zum Nachmachen anregen sollen. Die Idee, Eierkartons als Osternester zu gestalten ist einfach umzusetzen und gleichzeitig hat man natürlich einen riesigen Spielraum beim Nachmachen denn die Grundidee lässt sich beliebig variieren und erweitern.

Ich selbst bin ja eher so ein Drauflosbastler: ich sehe etwas und mache Pi mal Daumen meine eigene Variation dazu. Und seit ich die unglaubliche Welt von stampin´ up für mich entdeckt habe mit all den tollen Stempeln und Stanzen sind das Backfräulein und ich im Bastelrausch. Oder wie das Backfräulein selbst sagte: „Jetzt bin ich nicht nur dein Backfräulein, jetzt bin ich auch dein Bastelmädchen. Und der Juli ist unser Bastelbub!“

Ja, so sieht es aus. Wir basteln für alle Gelegenheiten, der Bastelbub ist total besessen von meinen Stempeln und das Back Bastelfräulein ist im Papierrausch und wirft mit Begriffen wie „Dieses Stempelkissen ist espresso“ um sich. Backen, Basteln, Bücher lesen: so sieht mein Alltag zu großen Teilen aus. Und ich kann mir nix Schöneres vorstellen!

Protestgeschrei gab es neulich von mir nur, als der kleine Bastelteufel meine Stempel die Treppe runter werfen wollte. „Platsch“ machen löst bei ihm momentan große Begeisterungsanfälle aus und wenn wir im Garten sind, muss ich höllisch aufpassen, dass nicht alles in den Gartenteich geworfen wird.

Sind wir bei Regen drin, wird dort geschaut, was sich zum Platsch-Machen eignet und meine Stempel gehören auf keinen Fall dazu.

Aber nicht nur daheim sind wir fleißig am Basteln: auch für meine Kolumne „Buchstabensuppe und Backfantasie“ die ich für die Stiftung Lesen schreibe, habe ich das Osternest gebastelt. Mit vielen tollen Helferhänden haben wir mit den Kindern der Lese- und Schreibwerkstatt jede Menge ganz besondere Nester gebastelt. Vorlesetipps zu Ostern findet ihr ebenfalls in der aktuellen Kolumne.

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Und wer Schritt für Schritt lesen möchte, wie man die Nester basteln kann, der klickt nun am Besten auf wayfair, da habe ich alles ganz genau beschrieben.

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Ich wünsche euch ein paar frohe Osterfeiertage!

Süße Grüße

Christine

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