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Warum es manchmal gar nicht so schlimm ist, wenn man keine Ordnung hält: Schokoladenbecher mit Erdbeersahne

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2-DSC_9770Christinebloggt

In irgendeiner Zeitschrift habe ich vor Kurzem diese leckeren Erdbeerbecher gesehen. Es war Liebe auf den ersten Blick und ich musste direkt an Kirmeseis denken. Dieses wunderbare Sahneeis, das man immer an dem Eisstand auf der Kirmes bekommt. Oh, ich liebe es. Da werde ich direkt wieder zum kleinen Kind und bekomme leuchtende Augen. Karussellfahren war nie das Wichtigste. Das Sahneeis und dann noch ein paar Lose kaufen, die die Oma immer großzügig spendiert hat. Für eingesetzte 5 Mark bekam man dann am Ende einen Plastikring im Wert von 10 Pfennigen und glücklich war man.

Nun besagtes Rezept hat mich also direkt in meine Kindheit entführt und ich wollte die Becher auch gleich mal nachmachen. Beim nächsten Einkauf habe ich mir also vorsichtshalber schon einmal die kleinen Waffelbecher gekauft um die Becher bei Gelegenheit nachzumachen. Aber dann! Auf der Suche nach dem Rezept musste ich feststellen, dass die Zeitschrift irgendwie verschwunden war. Ich suchte alles ab. Die Plätze, wo ein Rezeptheft sinnvollerweise hingehört. Nix! Die Plätze, an die ein Rezeptheft nicht gehört, aber durchaus in Ungedanken abgelegt werden könnte. Nix! Und schließlich so ziemlich das ganze Haus. Ja, ihr kennt die Antwort. Nix! Das Heft war weg, das Bild der Sahnebecher vor Augen aber nicht. Also habe ich einfach wild drauflos experimentiert und mir die Becher zusammengebastelt.

Fazit: Es ist manchmal gar nicht so schlimm, keine Ordnung zu haben. Denn sonst wäre dieses Rezept ja nicht entstanden. Und es ist wirklich lecker geworden.

Ihr habt Lust bekommen, es nachzumachen? Dann bekommt ihr hier doch direkt einmal das Rezept dazu.

Für 16 Eistüten und vier Dessertgläser:

Kuchen:

75 g Zartbitterschokolade

2 Eier

25 g Zucker

1 Vanillezucker

40 g Butter

65 g Mehl

25 g Mandeln, gemahlen

1 TL Backpulver

 

Heizt den Backofen auf 180°C Umluft vor. Fettet eine kleine Kastenform gut ein.

Schmelzt die Schokolade vorsichtig über dem Wasserbad und lasst sie auf Zimmertemperatur abkühlen.

Vermischt Mehl, Mandeln und Backpulver miteinander.

Verrührt die Eier mit dem Zucker und der Butter zu einer schaumigen Masse. Gebt die Schokolade dazu und fügt dann die Mehl-Mandelmischung zu.

Gebt die Teigmischung in die Kastenform und backt den Kuchen ca. 20 – 30 Minuten lang. Jeder Ofen backt anders, macht also nach 20 Minuten einfach einmal die Stäbchenprobe.

Lasst den Kuchen vollkommen auskühlen und zerbröselt ihn dann.

Die Krümel füllt ihr nun in die Eiswaffeln.

Die übrigen Krümel habe ich mit der Crememasse zusätzlich in vier Dessertgläser gefüllt und als Schichtdessert serviert. (Ansonsten dürften es ca. 24 Eiswaffeln werden).

Dann bereitet ihr das Topping zu.

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Für das Topping:

250 ml Rama Cremefine zum Schlagen (kühl)

1 P Vanillezucker

2-3 EL Erdbeersirup (hier geht es zum Rezept)

So geht es:

Schlagt die Cremefine in einem Rührgerät steif, dabei lasst ihr den Vanillezucker einrieseln. Wer mag, kann auch noch ein halbes Päckchen Sahnesteif unterheben, aber ich finde die Sahne wird auch so schon schön fest. Unter die steife Masse hebt ihr drei Eßlöffel Erdbeersirup. Stellt die Creme noch einmal kalt.

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Die Creme füllt ihr in eine Spritztülle mit Sternaufsatz. Auf die Krümel spritz ihr nun einen ordentlichen Berg Sahne. Fertig! Wer mag, kann die Sahnebecher auch noch ein wenig dekorieren. Lecker ist z. B. kleingehackte Yogurette, frische Erdbeeren, Schokostreusel oder geschmolzene Schokolade.

Ich habe die Becher vor Kurzem in einer anderen Variante ausprobiert. Die werde ich auch demnächst verraten.

Und weil jedes Bloggerherz sich über Kommentare freut: verratet mir doch mal, ob es eine Leckerei gibt, die euch in eure Kindheit zurück versetzt!

 

Abschied vom Erdbeerland! Süßes aus der Flasche und aus dem Eisfach

ChristinebloggtWas bin ich glücklich mit meiner Einkochbibel. Ich würde das Buch am Liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Gerade da ich neu aufs Einkochen gekommen bin, hält das Buch jede Menge Tipps für mich bereit. Zur Zeit verarbeite ich fleißig die letzten Erdbeeren, da die Saison ja so gut wie abgeschlossen ist. Und ein Rezept das mich beim Lesen direkt begeistert hat, war der Erdbeersirup.

Ich stellte mir Sekt, Eis, Pudding vor – übergossen mit herrlich aromatischem Erdbeersirup. Hmmm, lecker!

Also habe ich mich an den Sirup gewagt und kann euch schon einmal verraten, dass das Ergebnis einfach nur köstlich ist. Ich habe es schon auf Vanilleeis und im sommerlich-kalten Getränk versucht: köstlich!

Wenn ihr euch den Sommergeschmack noch etwas verlängern wollt, habe ich hier das Rezept für euch:

Zutaten:

1 kg frische Erdbeeren

Saft von 2 Limetten

7 Pfefferminzblätter

600 g Kristallzucker

Und so geht es:

Schneidet die Erdbeeren nach dem Waschen klein und gebt sie mit dem Limettensaft und den Pfefferminzblättern in einen Topf und erwärmt alles auf ca. 80°C. Haltet die Temperatur für 5 Minuten.

Den heißen Fruchtbrei lasst ihr anschließend durch ein feines Tuch abtropfen. (Das war für mich der schwierigste Schritt: ich habe mich etwas schwer damit getan, die heiße Fruchtmasse durch das Tuch zu filtern und habe wohl auch zuviel ausgedrückt. Dadurch ist der Saft dunkler geworden).

Der filtrierte Saft wird nun mit etwas Wasser auf 1/2 l aufgefüllt und zusammen mit dem Zucker auf ca. 85°C erhitzt. Wenn sich der Zucker gelöst hat, füllt man den heißen Sirup in Flaschen und verschließt diese zügig. Die Flaschen legt man zum Auskühlen um, damit die heiße Masse den Deckel berührt und diesen so sterilisiert. Nach dem Abkühlen kann der Sirup kühl und dunkel bis zu drei Monaten gelagert werden.

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Angebrochene Flaschen werden im Kühlschrank aufbewahrt.

Ich freue mich schon sehr darauf, auszutesten, wozu ich diesen wunderbaren Sirup noch nutzen werde.

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Und manchmal führen im Leben ja die Zufälle zu den schönsten Ergebnissen. So habe ich die wohl schönsten Eiswürfel, die ich in meinem Leben bisher angefertigt habe, der Eisbegeisterung meiner kleinen Tochter zu verdanken. Denn wie so oft war meine kleine Küchenhelferin auch in der letzten Zeit wieder fleißig mit mir in der Küche am werken. Seit sie eine eigene kleine Schürze hat, würde sie am Liebsten den ganzen Tag backen, kneten und kochen. Vor einigen Tagen haben wir ja bereits Eiskonfekt hergestellt, gestern dann Minzeeiswürfel und so fragte sie mich, ob wir den Sirup (sie sagt Erdbeersaft dazu) auch zu Eis machen. Warum nicht, dachte ich. Leider waren alle Eiswürfelformen bereits belegt. Dann sah ich die Gugl-Form und dachte „Warum nicht?“, wenn die Küchenhelferin doch so gerne Erdbeereiswürfel hätte. Das Ergebnis seht ihr hier:

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Ich fürchte nur, dass sie äußerst schnell verschwunden sein werden, denn sowohl mein Mann als auch meine Tochter haben großen Gefallen an den roten Eisgugln gefunden.

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Wenn euch die Gugl gefallen, kann ich euch übrigens noch einen ganz tollen Blog empfehlen. Viele von euch werden ihn schon kennen, wer das aber nicht tut, sollte ihm schleunigst einen Besuch abstatten: Lisbeth´s Cupcakes & Cookies. Die liebe Karin hat dort nicht auch schon tolle Strawberrygugl gemacht, sondern auch ein herrlich leckeres Rezept für Gugl aus weißer Schokolade erfunden, welches mir wirklich das Wasser im Munde zusammen laufen lässt.

Und einen weiteren schönen Blog mit einem Rezept für geeiste Gugl habe ich dann gerade eben noch entdeckt: Sandra´s Tortenträumereien. Dort findet ihr total leckere Eiskaffeeeis-Gugl. Die sehen auch sehr verführerisch aus.

Und weil die Küchenplausch-Community gerade ein Erdbeerevent veranstaltet, habe ich hier noch einen Link für euch: Wer die Community noch nicht kennt, sollte auf jeden Fall einmal vorbei schauen. Nette Menschen und tolle Rezepte erwarten euch!

Erdbeer Rezepte auf kuechenplausch.de