{Ist das jetzt Vintage oder Shabby Chic(k)?} Zwischen Recycling und Upcling

Hello Chick

Vintage oder Shabby Chic?

Zugegeben: ich kann so in etwa fast genau circa ungefähr definieren was sich hinter Vintage oder Shabby Chic verbirgt. Aber auch nur solala fast genau eben. Denn wenn ich jetzt sagen sollte, in welche Richtung ich gerade am Basteltisch vor mich hingewerkelt habe, dann fällt mir auf, dass ich dann doch nicht so genau weiß, wo der Unterschied zwischen Vintage und Shabby liegt.

Aber so Pi mal Daumen würde ich sagen, dürften diese Karten irgendwo dazwischen angesiedelt sein. Während die Familie osterträge auf dem Sofa liegt und einen Film schaut, habe ich am Basteltisch gewerkelt und ein paar Karten hergestellt.

Vintage Karten

Die Hühnchen/Chicken (ist das dann Shabby Chick(en)?) waren in diesem Jahr für die Familie die Osterkarten und wurden von meiner Tochter und mir schon in den vergangenen Tagen hergestellt. Ihr wisst ja, dass in meiner Brust ein Sammlerherz schlägt und wenn ich euch jetzt verrate, wie lange ich die Federn schon habe, weil ich irgendwann einmal was damit machen könnte, dann lacht ihr wahlweise oder schreit entsetzt auf: es sind sage und schreibe über 15 Jahre vergangen, seit ich mir die Federn gekauft und ins Bastelregal gepackt habe.

Aber das ist das Wundervolle an Stampin Up: seit ich SU für mich entdeckt habe, verwende ich so viel Bastelkram. Zugegeben: dafür kaufe ich aber noch viel mehr Bastelkram. Es ist also eigentlich eine Milchmädchenrechnung mit der ich mich eher selbst froh mache.

Aber ist das nicht auch ein Talent? Sich selbst das Leben schön reden?

Ran an die Restekiste!

Bei mir reichen da schon ein paar 15 Jahre alte Federn, etwas Papier und Stempelschnickschnack und ein fast hundertjähriges Buch, das ich für diese Karten am Zerreißen bin (und das ohne schlechtes Gewissen, denn es ist ein unglaublich schnulziger Heimatroman das im Verbasteln sicherlich seinen qualitativsten Zweck gefunden hat). Die neuen Aquarellstifte dazu, ein wenig Glitzerkleber: und ich bin im Glück zusammen mit meinem Backfräulein, das ebenso wie ich sehr, sehr gerne aquarelliert.

Einige Karten zeige ich euch einfach mal. Und wer wegen des Buchzerstörens ein schlechtes Gewissen hat: ihr könnt noch Reste der Geschichte entziffern. Na, was meint ihr? Besser verbastelt als gelesen, oder?

Karte VintageKarten VintagestyleLi(e)belleienLibellen Karte Stampin UpOsterkarteVintage Stampin UpVintagekarte

Das Papier ist zum Aquarellieren perfekt geeignet und sollte jemand von euch ein paar Seiten gebrauchen und kein altes Buch zur Hand haben, dann meldet euch. Ich habe noch so ca. 150 Seiten.

Ich hoffe, eure Osterfeiertage waren schön und ihr konntet die Zeit mit lieben Menschen und gutem Essen verbringen. Könnt ihr euch noch bewegen? Ich fühle mich so rund wie ein Osterei. Vielleicht liegt das daran, dass mir irgenwie ständig kleine Schokoeier in den Mund gehüpft sind. Als Mama muss man ja dafür Sorge tragen, dass die Kinder nicht zu viele Süßigkeiten essen. Unsere Osternester kamen pinterestinspiriert in diesem Jahr übrigens ganz hasenstylemäßig daher:

Osterhasenverpackung

Die zweite Variante im Smoothie-Becher habe ich euch ja bereits hier vorgestellt. Und wer mir jetzt noch den Unterschied zwischen Vintage und Shabby Chic erklärt, der macht mein Glück gerade vollkommen!

Ich sende euch ein Lächeln.

Christine

 

 

{Duplo-Massage für tiefenentspannte Mamas} und dazu ein saftiger Mascarpone- Orangen-Gugelhupf

orangengugelmitguss

Kinder, Haushalt und der ganz normale Wahnsinn

Ommmmm! Ich bin gerade so etwas von tiefenentspannt.
Stell dir Folgendes vor: du bist den ganzen Tag im Einsatz, so mit Haushalt, Kindern, Wäschebergen (es ist mir ein Rätsel wie die immer so schnell entstehen können), Kuchen backen, basteln und Kindern. Letztere hatten wir schon? Ja, die sind ja auch bei allem irgendwie dabei oder dazwischen oder die Verursacher (z. B. von 3/4 der Wäscheberge). Und nun ist es 15.00 Uhr (gefühlte 23.00 Uhr) und du sehnst dich nach einer heißen Tasse Tee und einer Massage (von letzterer  wird man ja wohl noch träumen dürfen). Kinder: „Mama, was spielen wir jetzt?“ Ich, gefangen in meinen Träumen: „Wie wäre es mit Massagestudio?“ Kinder begeistert: „Wie geht denn das?“ Ich: „Die Mama legt sich hin und ihr massiert ihr den Rücken.“ Dann das Wunder! Zwei total begeisterte Kinder überschlagen sich fast mit Ideen, wie man das Massagestudio einrichtet, womit man massiert (hier kommen die Duplosteine aus der Überschrift zum Einsatz) und wer anfängt. Wir legten Entspannungsmusik ein, nachdem wir den kleinen Bruder überzeugt hatten, dass Volbeat und die Ramones nun nicht unbedingt der musikalischen Atmosphäre eines Massagestudios entsprechen, machten Duftlampen an, bastelten Eintrittskarten (die basteln wir für alles mögliche wie Zirkus, Teeparty und diverse andere Rollenspiele) und dann hieß es: „Bitte hinlegen!“. Und das tat ich natürlich umgehend. Ahhh, liegen. Ruhig und entspannt mitten am Nachmittag.

Die Massage kann beginnen

Oder fast: erst musste noch geklärt werden, wer der Chef im Massagestudio ist, wie dieses heißen soll und wer zuerst massieren darf. Aber dann im zweiten Anlauf. Ruhe, Stille und zwei Kinder die ihr gefühltes Kinderzimmerinventar auf meinem Rücken ausprobierten, nachdem ich erklärt hatte, dass die Wirbelsäule selbst nicht geknetet werden darf. Auf mir fuhren Spielzeugbagger – kann ich übrigens sehr empfehlen, vor allem die mit den dicken Rädern, Flummis durften auf mir hüpfen – eher weniger sinnvoll, weil sie nach dem zweiten Going meistens unter dem Sofa verschwanden und dann wieder hinausgefischt werden mussten und der Duplo-Bauernhof wurde auf mir ausprobiert. Und das fast eine Stunde lang. Danach ein heißer Tee für mich und für die Kinder warmen Kakao und für uns alle: ofenfrischen Mascarpone-Orangen-Gugelhupf den wir zuvor gebacken hatten.

Schneller Gugelhupf

Am Vormittag haben wir alle spontan Lust auf Kuchen bekommen. Und da heute kein Kindergarten war und dadurch massig gemeinsame Zeit vorhanden war, inspizierten wir Kühl- und Vorratsschrank auf der Suche nach Zutaten. Heraus kam dieser spontan zusammengemischte fruchtige Gugelhupf. Ihr könnt ihn auch in einer einfachen kleinen Kastenform backen.

orangengugel1

orangengugel

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Mascarpone-Orangen-Gugelhupf

saftiger-orangengugelhupf

Für eine kleine Gugel- oder Kastenform

Zutaten:

200 g Mehl

1 TL Backpulver

1 Bio-Orange

125 g weiche Butter

120 g brauner Zucker

2 Eier, Größe M

150 g Mascarpone

100 g Mandeln, gehackt

2-3 EL Milch

Für den Guss:

150 g Puderzucker

1-2 EL Orangensaft

So wird es gemacht:

Heizt den Ofen auf 180° C Umluft vor und fettet eure Kuchenform gut ein.

Nun schabt ihr die Schale der Orange vorsichtig ab. Wichtig: in der weißen Schalenschicht stecken die bittren Stoffe. Diese also bitte nicht mit abreiben. Presst den Saft aus.

Die Butter wird mit dem Zucker zu einer cremigen Masse mit dem Handrührgerät oder einer Küchenmaschine (bei mir kommt immer die Kitchen Aid zum Einsatz) aufgeschlagen.

Eier hinzufügen und unterrühren. Dann das Mehl mit dem Backpulver vermischen und zusammen mit dem Orangenschalenabrieb zu der Teigmasse geben und unterheben.

Vom Orangesaft zwei Löffel abnehmen (braucht ihr für den Guss). Den Rest zusammen mit der Mascarpone zu dem Teig geben. Zuletzt zwei Drittel der Mandeln hinzufügen (besonders aromatisch sind sie, wenn ihr sie vorher in einer Pfanne kurz anröstet.

Ist der Teig sehr zäh, gebt ihr noch etwas Milch hinzu.

Nun füllt ihr den Teig in eure gefettete Form und gebt sie für ca. 60 Minuten in den Ofen. Macht danach die Stäbchenprobe um zu sehen, ob der Kuchen gut ist. Gegebenenfalls fünf bis zehn Minuten länger backen.

Auskühlen lassen, aus der Form stürzen und den Zuckerguss mit dem Orangensaft dickflüssig anrühren und über den Kuchen gießen. Mandeln darüber streuen und mit etwas Puderzucker bestäuben.

Hier findet ihr das Rezept zum Ausdrucken. mascarpone-orangen-gugel

Li(e)belleien und jede Menge Bastelliebe

libellenkarte

Beim Kuchenbacken kam dann noch die Idee eine Karte für die Oma zu basteln. Diese Libellenkarte habe ich kürzlich für eine meiner Uplines gebastelt und meine Tochter wollte sie seitdem auch werkeln und so kamen dann noch diverse Stempel, Stanzen und Stempelkissen zum Einsatz. Ich staune immer wieder, wie viel Zeug man für eine Karte doch so verwendet. Unglaublich! Der Tisch sah aus! Aber wir hatten Spaß und ich war ja wie gesagt tiefenentspannt. So ungefähr wie es den Libellen im Sommer am Teich geht, wenn sie träge auf den Seerosenblättern sitzen.

libelle

Die Entspannungsmusik lief den weiteren Nachmittag hindurch in Endlosschleife, die Duftlampen verbreiteten einen wunderbaren Geruch, der nur noch vom Orangenduft des Kuchens übertrumpft wurde.

liebelleienUnd wenn die Kinder nachher im Bett sind, werde ich vielleicht sogar noch eine Runde Yoga machen um diesen Tag perfekt abzurunden.

Verratet ihr mir eure Tipps und Tricks um im Alltag spontan auch einmal abzuschalten?

Ich schick euch ein Lächeln!

Christine