Schlagwort: Vorlesen

Der Regenbogenfisch – bunte Regenbogenfische aus Salzteig

Bastelidee für den Regenbogenfisch: Regenbogenfische aus Salzteig. Ein kinderleichtes DIY für Kinder und eine tolle Ergänzung zum Vorlesen.

Vorlesen im Kindergarten

Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung.

Heute bloggt wieder das Backfräulein. Sie hat euch eine tolle Bastelei mitgebracht und nimmt euch mit in eine Vorlesestunden in ihrem alten Kindergarten.

Erinnert ihr euch an meinen ersten Blogbeitrag? Da habe ich die Geschichte „Die Maus sucht ein Haus“ vorgelesen. Mir hat das Vorlesen ganz viel Spaß gemacht und deshalb habe ich nun wieder im Kindergarten vorgelesen.

Dieses Mal habe ich den Kindern den Regenbogenfisch vorgelesen. Das Buch habe ich gewählt weil:

  • man sieht beim Regenbogenfisch, dass es nicht darauf ankommt, nur schön zu sein, sondern dass man im Inneren schön sein muss – also ein gutes Herz haben soll.
  • es vom Alter gut in den Kindergarten passt.
  • weil die Kinder damit gut verstehen, dass wenn man nicht nett zu anderen ist, sie auch nicht nett zu einem sind.

Ich hatte für die Kinder mit meiner Mama eine Erzählkiste gebastelt.

Bastelidee für den Regenbogenfisch: Regenbogenfische aus Salzteig. Ein kinderleichtes DIY für Kinder und eine tolle Ergänzung zum Vorlesen.

Bastelidee für den Regenbogenfisch: Regenbogenfische aus Salzteig. Ein kinderleichtes DIY für Kinder und eine tolle Ergänzung zum Vorlesen.

Den Kindern hat sie sehr gut gefallen. Die Fische konnte man bewegen und wir hatten eine Lichterkette eingebaut. Ich habe alles alleine gemacht bis auf das Festkleben mit Heißkleber. Da hat mir meine Mama geholfen und bei dem Schneiden des Schlitzes in dem die Fische stecken.

Bastelidee für den Regenbogenfisch: Regenbogenfische aus Salzteig. Ein kinderleichtes DIY für Kinder und eine tolle Ergänzung zum Vorlesen.

Salzteigfische basteln

Ich habe mit den Kindern nach dem Vorlesen noch etwas gebastelt. Wir haben Regenbogenfische aus Salzteig gemacht. Die Kinder konnten das alles sehr gut mitmachen. Den Kindern hat es gefallen und sie waren am Ende ganz froh mit ihrem Werk. Jeder Fisch war am Ende ganz schön geworden.

Bastelidee für den Regenbogenfisch: Regenbogenfische aus Salzteig. Ein kinderleichtes DIY für Kinder und eine tolle Ergänzung zum Vorlesen.

Bastelidee für den Regenbogenfisch: Regenbogenfische aus Salzteig. Ein kinderleichtes DIY für Kinder und eine tolle Ergänzung zum Vorlesen.

Ich erkläre euch, wie es gemacht wird:

Anleitung: Regenbogenfische aus Salzteig

Du brauchst:

2 Tassen Mehl

1 Tasse Salz

1 Tasse Wasser

blaue Lebensmittelfarbe

Deko:

bunte Pailletten

kleine Perlen für die Augen

Fischausstecher

So wird es gemacht:

Färbe das Wasser mit blauer Lebensmittelfarbe ein. (Wir benutzen Wilton Pastenfarben)

Vermische die Zutaten für den Salzteig. Ist der Teig zu feucht, füge etwas Mehl oder Salz hinzu. Ist er zu trocken, gib etwas Wasser hinzu.

Rolle den Teig aus und stich mit dem Fischausstecher einen Fisch aus.

Nimm dir für das Auge eine kleine Perle und drücke sie vorsichtig in den Teig.

Dann nimmst du Pailletten und stecke sie dem Fisch als Schuppen vorsichtig in den Salzteig rein.

Lasse den Fisch an der Luft trocknen. Drehe ihn zwischendurch um, damit auch die Unterseite trocknen kann.

Bastelidee für den Regenbogenfisch: Regenbogenfische aus Salzteig. Ein kinderleichtes DIY für Kinder und eine tolle Ergänzung zum Vorlesen.

Nach dem Vorlesen haben alle Kinder noch ein tolles Poster vom Regenbogenfisch bekommen die uns der Verlag geschenkt hatte.

Verlosung! Gewinne den Jubiläumsband vom Regenbogenfisch

Bastelidee für den Regenbogenfisch: Regenbogenfische aus Salzteig. Ein kinderleichtes DIY für Kinder und eine tolle Ergänzung zum Vorlesen.

Der NordSüd-Verlag hat uns ein Buch zum Verlosen geschenkt. Wollt ihr es gewinnen? Schreibe bis zum 25.11.2018 einen Kommentar hier, bei fb oder Instagram und erzähle uns, welches Buch du besonders schön zum Vorlesen findest. Gerne darfst du auch schreiben, wie dir der Beitrag gefallen hat. Wir versenden innerhalb von Deutschland, Österreich oder der Schweiz und losen unter allen Kommentaren einen Gewinner aus.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. (Das hat meine Mama ergänzt)

Nutzt euer Leben!

Backfräulein Elisa

Das war er also, der neueste Beitrag meiner achtjährigen Tochter. Und wenn ihr euch jetzt fragt: hat da die Mama mitgeholfen? Dann sage ich euch: nur bei der Rechtschreibung oder als Hilfe beim Formulieren mancher Sätze. Immer wieder frage ich mich dann, wo mein Kind solche Sätze herholt wie sie das beschreibt, warum man den Regenbogenfisch lesen sollte. Da habe ich nix umformuliert.

Mittlerweile hat sie im Kindergarten abgeklärt, dass sie einmal im Monat nach der Schule zum Vorlesen kommt und eine feste Vorlesestunde hat. Ich kann nur staunen und denke mir immer wieder, wenn es mehr Backfräuleins auf der Welt gäbe, dann wäre die Welt wohl ein friedlicher Ort.

Schenkt ihr gerne einen Moment eurer Zeit und schreibt ihr einen Kommentar. Sie freut sich so unsagbar darüber.

{Wow! Der Deutsche Lesepreis!} Ein paar Gedanken über die Bedeutung des Vorlesens

Stiftung Lesen. Deutscher Lesepreis. Preistraeger und Laudatoren

Stiftung Lesen/Amin Akhtar

Seit Mittwoch strahle ich wie ein Honigkuchenpferdchen. Denn ich habe in Berlin einen ganz besonderen Preis verliehen bekommen: den Deutschen Lesepreis, der von der Stiftung Lesen und der Commerzbank Stiftung jährlich verliehen wird. Dieser Preis zeichnet innovative Leseförderungsmaßnahmen in verschiedenen Kategorien aus.

deutscher Lesepreis

deutscher Lesepreis

deutscher Lesepreis

Hin und wieder erzähle ich euch hier ja immer wieder auch ein wenig von der Lese- und Schreibwerkstatt in der ich Woche für Woche in meiner Freizeit mit Kindern und Jugendlichen in die Welt der Literatur eintauche und das mittlerweile schon seit einem ganzen Jahrzehnt. Für all die vielen Projekte die dort rund um Bücher und Geschichten entstehen, habe ich nun in der Kategorie „Herausragendes individuelles Engagement“ den ersten Platz überreicht bekommen. Und diese Ehrung macht mich tatsächlich nicht nur sehr sehr glücklich (ich sag nur Honigkuchenpferdchen) sondern sie bringt mich auch dazu, über die vielen Stunden in der Schreibwerkstatt besonders nachzudenken.

deutscher Lesepreis

Kindern vorzulesen, ihnen einen Zugang zur Literatur zu ermöglichen – aber auch Aktionen rund um Bücher zu erfinden und durchzuführen ist so in meinem Alltag und meiner Denkensweise verankert, dass ich da eigentlich gar nicht groß mehr darüber nachdenke. Es passiert einfach: wir gehen zum Beispiel im Wald spazieren und ich fange an Steine zu sammeln (werden Geschichtensteine) oder ich finde Zaubernüsse. Meine Tochter bückt sich mittlerweile auch schon nach allerlei. Mein Mann tut mir manchmal recht Leid, denn in unserem Keller stapeln sich Kisten, Kästchen, Boxen und vieles mehr weil ich irgendwo alles gebrauchen kann um Geschichten zum Leben zu erwecken. Entsetzer Ausruf Herr B.: „Was willst du denn mit der alten Spielzeugangel? Die brauchst du doch im Leben nicht?“ Ich: „Doch, genau so eine hab ich schon ewig gesucht. Damit angeln wir Gefühlsfische.“ Aber er erträgt die Sammelwut sehr tapfer und nun in Berlin war er so stolz, dass er mir in Zukunft wohl nachsieht, wenn sich die ein oder andere Kiste voller Erzählgegenstände (O-Ton Herr B.: Krempel) in unseren Keller einschleicht.

deutscher Lesepreis

Kindern vorzulesen, ist eines der einfachsten und doch nachhaltigsten Geschenke, die wir ihnen mit auf den Lebensweg geben können. Wenn wir uns die Zeit nehmen und mit ihnen Bücher betrachten, Geschichten vorlesen oder Märchen erzählen, dann ist es nicht nur die gemeinsam verbrachte Zeit.

Wir schenken Nähe, Geborgenheit. Wir geben Kindern die Möglichkeit ihren Wortschatz zu erweitern, wir ermöglichen ihnen eine positive Einstellung zum Lesen. Wir geben ihnen die Möglichkeit Fantasie zu entwickeln und lassen Geschichten in ihren Köpfen entstehen.

In Büchern finden Kinder Identifikationsmöglicheiten und Lösungsideen bei Konflikten. Wir kommen mit ihnen ins Gespräch und zeigen ihnen, dass uns ihre Meinung und ihre Gedanken wichtig sind.

Es gibt ein Zitat, das ich sehr liebe:

Du öffnest ein Buch. Ein Buch öffnet dich.

Dieses Zitat von Dschingis Aitmatov sagt mit wenigen Worten so viel darüber aus, was Bücher bei uns bewirken können. Bücher öffnen uns und unsere Kinder auf so vielfältige Art und Weise. Und leider ist es so, dass viele, viele Kinder nie in den Genuss kommen werden, von Büchern geöffnet zu werden: weil im Elternhaus nicht vorgelesen wird. Weil sie in diesem wichtigen Kleinkindalter nicht erfahren, wie wundervoll diese herrlichen Welten zwischen den Buchdeckeln sein können. Weil sie Bücher oft erst in der Schule kennen lernen und dort auch eine leistungsorientierte Art und Weise, die häufig mit Frust verbunden wird.

Deshalb ist es so wichtig, dass es Einrichtungen wie die Stiftung Lesen gibt, die eben auch Kindern aus lesefernen Familien die Chance geben, sich von Büchern öffnen zu lassen. Das Engagement der Stiftung Lesen beschränkt sich natürlich nicht nur auf die Leseförderung bei Kindern. Aber gerade für diese bietet sie unglaublich viele Möglichkeiten und Ideen. Und wer selbst aktiv werden möchte und zum Beispiel gerne als Vorlesepate aktiv werden möchte, der findet speziell im  Netzwerk Vorlesen viele Informationen.

Wenn ich an meine Kindheit denke, dann fällt mir fast direkt eine Erinnerung verknüpft mit einem Gefühl ein: ich liege eingekuschelt in meinem Bett, fest im Arm von meiner Mama die mir vorliest. Absolute Geborgenheit in diesem Moment! Wie oft habe ich die Geschichten im Anschluss weitergeträumt. Die Zeit, die meine Mama mir Abend für Abend geschenkt hat, um mir vorzulesen war so kostbar.

Nun, da ich selbst zwei kleine Kinder habe, sehe ich erst wie wertvoll diese Zeit ist, die sich Eltern fürs Vorlesen nehmen. Die Tage sind ausgefüllt und irgendwie scheint es auch nie genug Stunden für alles zu geben, was man erledigen möchte. Abends ist man selbst auch immer hin und wieder müde.

Und deshalb ist es tatsächlich ein Geschenk, das wir unseren Kindern machen, wenn wir uns trotz alledem die Zeit nehmen zum Vorlesen. Sie in den Arm nehmen, zusammen ein Buch aussuchen und gemeinsam in diese faszinierende Welt zwischen den Buchdeckeln eintauchen.

Ein Geschenk ist es für mich auch, Woche für Woche die Ideen die mir rund um die Welt der Bücher kommen, in der Lese- und Schreibwerkstatt mit meinen Leseratten umsetzen zu können. Wenn ich sehe, wie eine Geschichte in der Gruppenstunde lebendig wird oder wenn ich erlebe, was alles im Anschluss daran aus den Büchern heraus entsteht, bin ich jedes Mal fasziniert und ja… ganz einfach glücklich.

Der Deutsche Lesepreis, der nun in meinem Regal steht, ist für mich ein wundervolles Zeichen der Anerkennung aber auch der Anlass, mir Gedanken zu machen, wie ich die vielen Ideen die bei uns entstehen, noch besser weitergeben kann an Menschen, die ebenso gerne wie ich Geschichten, Zeit und Liebe an Kinder weitergeben und sie mit Büchern öffnen.

Seit ich aus Berlin zurück bin, füllen sich die Seiten in meinem Ideenbuch mit vielen neuen Möglichkeiten und Projekten und ich kann euch an dieser Stelle sagen, es wird in den nächsten Jahren wohl nicht langweilig werden.

Diesen Blogbeitrag möchte ich meinen kleinen und großen Leseratten und meinen wunderbaren Helfern widmen. Behaltet euch die Liebe zur Literatur bei!

Und ganz besonders sage ich an dieser Stelle dir Mama Danke, denn du hast mir  den Weg in die Welt der Literatur gezeigt und die ersten Schritte dorthin habe ich an deiner Hand unternommen.

Sollte zufällig eines der Jury-Mitglieder jemals über diese Zeilen stolpern, so sage ich ganz herzlich Danke! Ich bin sehr gerührt, dass mir diese Auszeichnung verliehen wurde.

Ich wünsche euch allen einen schönen ersten Advent.

Wie immer die süßesten Grüße

Christine

Und ein abschließendes Dankeschön an Ulrich Commerçon, unseren saarländischen Minister für Bildung und Kultur. Spontan am Flughafen getroffen, habe ich gleich die Gelegenheit genutzt um ein Foto mit Minister und Preis zu machen.

deutscher Lesepreis

{Märchenzeit} – Schneeflöckchen, Weißröckchen… oder auf zur Frau Holle

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Heute dürfen wir euch einen ganz wundervollen Gastbeitrag zu unserer Märchenzeit präsentieren. Er stammt von der siebzehnjährigen Sabrina aus Berlin. Und wie schön ist es denn, wenn sich Geschwister untereinander vorlesen? Wir finden das ganz toll und sind dazu auch total angetan von den Schneeflöckchen aus Baiser, die es passend zum Märchen von Frau Holle gibt.
Liebe Sabrina, tausend Dank dafür, dass du bei unserer Märchenzeit dabei bist.
Und wenn ihr spontan Lust bekommen habt auch noch mitzumachen: wir haben das Event bis zum 06. Dezember verlängert!
Also ran an die Märchenbücher!
Halli Hallöle,
mein Name ist Sabrina und als ich von eurem Blogevent erfahren hatte, wollte ich sofort mitmachen. Ich finde die Idee und die Spendenaktion echt klasse! Deswegen möchte auch ich gerne einen Beitrag dazu leisten. Desöftern lese ich auch meinen kleinen Bruder vor, damit er einschlafen kann oder einfach nur zwischendurch. Dazu trinken wir mal nen Tee oder ne heiße Milch und essen ein paar Leckereien.
Für eure Aktion habe ich mir mit meinen Bruder das Märchen ,,Frau Holle“ ausgesucht. Am tollsten findet er die Stelle, wo Frau Holle es schneien lässt, indem sie die Federbetten auschüttelt. Dazu passend gab es Baiser-Schneeflöckchen mit Holundertee. Die Baiser-Schneeflöckchen sind einfach zu machen und schmecken herrlich locker wie echte Schneeflöckchen, nur viel süßer.
Hier ist das Rezept:
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Zutaten:
2 Eiweiß (von S-Eiern oder 1 und ein halbes Eiweiß von M-Eiern)
1/4 Tl Weinsteinsäure
125g Puderzucker
für die Deko weiße Schokolade und Hagelzucker
Zubereitung:
1. Ofen auf 90°C vorheizen
2. Eiweiße steif schlagen
3. Puderzucker und Weinsteinsäure einrieseln lassen und weiter mixen
4. Masse in Spritzbeutel füllen und gewünschte Form auf Backpapier spritzen
5. ca. 2 Stunden backen
6. zur Deko die Schokolade schmelzen, auf dem Baiser verteilen und mit Hagelzucker bestreuen
Et voilà!
Mein Bruder hat sich riesig gefreut und hat fast alle aufgegessen. 😉
In diesem Sinne viele Grüße von meinem Bruder und mir.
(Achso und wer das Märchen (vor)lesen will, hier ist ein Link: http://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/frau_holle )

{Peau d’Âne} – Märchenzeit mit einer ganz besonderen Freundin

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Wisst ihr, manchmal schaffen es Menschen einem kleine Tränchen der Rührung ins Auge zu zaubern und als ich gerade die Mail mit dem heutigen Beitrag (es ist ein Gastbeitrag zur Märchenzeit) bekommen habe, da ist es doch tatsächlich ganz feucht in meinen Augen geworden. Wow, was für liebe Worte Mélanie da für mich gefunden hat. Tausend Dank an dieser Stelle für die Worte, den Beitrag und diese wunderbare Freundschaft die uns verbindet. Und nun lasse ich meine Freundin auch einfach zu Wort kommen und erzählen, was für einen schönen Märchenmittag wir gemeinsam verbracht haben.

Christine ist für mich eine ganz besondere Freundin. Nicht nur aus dem Grund, dass in unseren Leben vieles uns verbindet: unsere Kinder, durch die wir uns kennengelernt haben, unsere gemeinsamen Urlaube auf Mallorca oder die mittlerweile viele schönen Momente, die wir zusammen verbracht haben, oder auch noch die Liebe zum Lesen und Backen/Kochen.

Nein, es ist noch mehr als das. Christine ist eine besondere Freundin für mich, weil sie es immer wieder schafft, mit ihrer Fantasie und ansteckender Begeisterung mich für ihre neuen Ideen und Projekten mitzureißen. Ja, mal ehrlich, ich habe selten einen Menschen erlebt, der mit einer solchen Leidenschaft und strahlende Begeisterung jede seine zahlreichen Ideen umsetzt! Jeder, der Christine ein bißchen kennt, wird schon wissen, wovon ich rede!

Auf jeden Fall wird mein Leben von den neuen Entdeckungen dank Christine bereichert und ich werde dadurch immer auf Neues herausgefordert.

Dafür bedanke ich mich bei dir liebe Christine, und hoffe, dass unsere Freundschaft immer bestehen bleibt!

Eigentlich wollte ich nur kurz erklären (ist ein kleines bißchen länger geworden, aber es war mir doch sehr wichtig), warum auch ich einen Beitrag zu dem Märchenblogevent „Backen – (Vor)Lesen – Glücklich sein“ leisten wollte.

Da ich aus Frankreich stamme, habe ich mir ein Märchen ausgesucht, dass eher in Frankreich bekannt ist: „Peau d’Âne“ von Charles Perrault, oder ins Deutsche direkt übersetzt „Eselshaut“ (falls jemand mehr davon erfahren will: http://de.wikipedia.org/wiki/Eselshaut). Eine deutsche Version ist eher als „Allerleirauh“ bekannt, wobei die zwei Versionen sich in mehreren Aspekten unterscheiden.

Das Buch hatte ich nicht zu Hause aber wie der Zufall so immer will, habe ich während eines Besuches in meiner Verwandschaft vor ein paar Wochen ein Exemplar mit wunderschönen Illustrationen gefunden. Kurzerhand habe ich darauf einen Besuch von Christine mit „Anhang“organisiert, damit wir uns noch vor Abschluss des Blogevents einen schönen Vorlese-Back-Nachmittag.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen (wir wollten uns ja vorher stärken), wollten wir die Gunst der Stunde ausnutzen (d.h. kleiner zukünftiger Backhelfer Julian war eingeschlafen) und uns auf der Couch für die Vorlesung gemütlich machen. Ein paar Anlaufschwierigkeiten haben unsere Vorlesung jedoch etwas hinausgezögert aber wenn alles immer von Anfang glatt laufen würde wäre das Leben echt langweilig, oder? Erstens habe ich die deutsche Version des Märchens, die ich aus dem Internet ausgedruckt hatte, vergeblich gesucht, und vermute, dass mein 7-jähriger Sohn Mathéo bei einer Ich-möchte-mal-auch-gern-die-Papier-Schneidemaschine-ausprobieren-Aktion die Blätter zu Papierschnipsel verwandelt hat (das werden wir aber wohl nie erfahren, was tatsächlich damit geschah…).

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Aber es lebe mein Tablet und in null komma nix Sekunden hatte ich die Internetseite von der deutschen Version des Märchens aufgerufen. Als ich jedoch angefangen habe zu lesen haben mich die verdutzten Miene meiner Zuhörer (meine beiden Söhne, Mathéo (7) und Yanis (4), Backfräulein Elisa und natürlich Christine) doch dazu gebracht, meine Vorlese-Strategie zu ändern. Die Sprache des Märchens war etwas zu anspruchsvoll und veraltet und für Kinder eigentlich überhaupt nicht geeignet. Also habe ich versucht, so gut wie möglich das französiche Märchen einfach simultan zu übersetzen, was mithilfe von Muttersprachlerin Christine eigentlich noch ziemlich gut geklappt hat. Also auf jeden Fall haben die Kinder bis zum Ende zugehört ;-))

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Nach der Geschichte ging es natürlich zum Backen (kleiner Julian schlief immer noch!). Passen zum Märchen wurden „Eselsohren“ gebacken, jedoch nicht wie man sie in Deutschland kennt (sprich aus Brot/Brötchen und in der Pfanne gebacken) sondern aus einem Teig und einer Füllung mit Kirschen und weißer Schokolade, was als Eselsohren geformt und im Ofen gebacken wird.

Hier das Rezept:

Zutaten für ca. 25 Eselsohren

für den Teig
175 Gramm Mehl
1 Prise Backpulver
125 Gramm Butter
60 ml saure Sahne

für die Füllung
200 Gramm weiße Schokolade (für mich weiße Kuvertüre)
60 Gramm getrocknete Sauerkirschen (für mich getrocknete Cranberries)
2 Eßlöffel Sahne (für mich saure Sahne)
3 Eßlöffel Cognac / Weinbrand (für mich Apfelsaft)

Zubereitung

Die Teigzutaten zusammenkneten und kühl stellen(am besten über Nacht) Für die Füllung 80 gr.Kirschen über Nacht in 3 eßl. Cognac (oder Apfelsaft) einweichen.

200 gr.weiße Schokolade oder Kuverthure etwas weich werden lassen,die Sauerkirschen mit der Sahne und der weichen Schokolade mit dem pürieren.(Pürierstab )

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 1cm. dick ausrollen,die Schokomasse darauf streichen.Den Teig zusammenrollen und etwas flach drücken,nun mit einem scharfen Messer schmal Streifen schneiden und diese auf ein mit Backpapier ausgelegten Blech geben. In den auf 180° vorgeheizten Backofen ca. 20 min. backen, bis die Eselsohren goldbraun sind.

Den Teig hatte ich am Vorabend vorbereitet. Jedes Kindhat ein Stück Teig bekommen, ihn ausgerollt, mit der Füllung bestrichen, zusammengerollt und geschnitten.

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Die Eselsohren waren etwas Anderes aber sehr lecker und haben allen anwesenden Kindern und Erwachsenen geschmeckt (sogar kleiner Julian, der zwischenzeitlich wahrscheinlich von der leckeren Duft aufgewacht wurde, konnte sich davon überzeugen).

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Das Ganze hat einen riesen Spaß gemacht und mir als geselliger Mensch und obere Naschkatze sehr glücklich gemacht!

Mélanie

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Buchstabensuppe und Backfantasie: die neue Kolumne ist draußen

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Vielleicht habt ihr ja schon mitbekommen, dass ich eine eigene kleine Kolumne für die Stiftung Lesen (genauer das Netzwerk Vorlesen) schreibe. Buchstabensuppe und Backfantasie heißt sie und dort schreibe ich nun an jedem zweiten Freitag im Monat über das was mir am meisten Freude macht: Kinder für die Welt der Bücher zu begeistern und natürlich auch das Backen.

Jeden Monat habe ich ein Schwerpunktthema. In diesem sind es Hexen. Ihr erfahrt dieses Mal ein wenig, wie man mit Sprache spielen kann, wie man Hexenhüte backt und bastelt, es gibt Spielideen und manches mehr und von Tina Seibert vom Netzwerk Vorlesen gibt es dann auch wieder fein ausgewählte Kinderbücher zum Thema Märchen.

Ein neues Logo habe ich nun auch. Das hat mir die wunderbare Melina von „Melinas süßes Leben“ gebastelt (ein allerliebstes Dankeschön an dieser Stelle an dich, Melina).

Schaut doch mal vorbei:

Buchstabensuppe und Backfantasie

Und natürlich freue ich mich über Kommentare dazu. Wie gefällt euch die Buchstabensuppe?

Märchenhafte Grüße

Christine