Schlagwort: Zimtschnecken

5 Tipps und Tricks für den perfekten Hefeteig

So gelingt dir dein Hefeteig

Warum geht er nicht auf, der Hefeteig?

Der Hefeteig und ich: wir haben eine tragische Liebesgeschichte hinter uns. Wären wir ein Liebespaar, dann hätte unsere gemeinsame Beziehung jede Menge Tiefpunkte erlebt bis wir zum Schluss dann doch endlich zueinander gefunden hätten.
Irgendwie hatten wir einen schwierigen Start und die nächsten Anläufe sich einander anzunähern, waren auch nicht so prickeln. Und ganz ehrlich: ich bin dem Hefeteig dann sogar fremdgegangen und habe einfach Fertigteig gekauft, wenn ich unbedingt etwas mit Hefe machen wollte.
Aber kann man mir das verdenken? Er war auch wirklich sehr zurückhaltend mir gegenüber und wollte nie so richtig aufgehen in seinen Gefühlen. Wäre er eine Zimmerpflanze hätte ich ihm ja unter Umständen noch beruhigend zugeredet. Aber einen Klumpen Teig anzubetteln, dass er aufgehen soll, geht mir dann doch zu weit.
Ich habe mir Zeit genommen für ihn, habe ihn gehegt und gepflegt. Nix! Nie wollte er sich so entfalten wie ich das von ihm wollte. Bis es mir irgendwann gereicht hat.
Backe ich halte Mürbegebäck, Biskuit oder Muffins. Selbst die an sich schon ziemlich zickigen Macarons haben sich nie so angestellt, wie dieser blöde Hefeteig.
Aber vergeben und vergessen. Jetzt lieben wir uns! Woran es liegt, kann ich dir gar nicht so genau sagen. Vielleicht war es einfach an der Zeit, dass wir zueinander fanden? Vielleicht habe ich endlich ein Rezept entdeckt, mit dem es klappt? Egal, jetzt läuft es zwischen uns und deshalb bekommen meine Kinder fast wöchentlich Hefegebackenes. Besonders beliebt bei Kindern und Mann: Zimtschnecken in allen Variante. Mal mit Nüssen, mal mit Mandeln, mal besonders zimtig, mal mit Tonkabohne. Aber immer so wahnsinnig fluffig und einfach hmmmmm vom Teig her.
Ich bin verliebt!

So gelingt Hefeteig - Tipps und Tricks

So gelingt Hefeteig - Tipps und Tricks

Und falls du dem Hefeteig auch noch eher zurückhaltend gegenüber stehst, habe ich hier meine Top 5 an Tipps, die mir zu einer gelungenen Hefeteig-Beziehung verholfen haben. Sozusagen ein Beziehungsratgeber für Backfreunde.

So gelingt dir der Hefeteig

Tipp 1 – Nimm dir Zeit.

Klar, Hefeteig ist kein Mürbeteig, bei dem man ratzfatz alles zusammen mischt und dann ab in den Ofen schiebt. Der Hefeteig braucht Zeit. Viel, viel Zeit. Und wenn du sie dir für ihn nimmst, dann dankt er dir das und geht besonders schön auf. Ich backe gerne an Tagen, an denen ich frei habe mit Hefe. Denn dann nehme ich mir bewusst auch die Zeit für die einzelnen Schritte und lasse den Teig immer wieder gehen.

Tipp 2 – Finde die richtige Temperatur

Wenn ich an diverse Hefeteig-Desaster denke, dann kann ich rückwirkend sagen, dass ich oft nicht die richtige Temperatur gefunden habe. Die ist aber sehr wichtig. Hefe mag es weder zu warm (ab 45° C sterben die Hefebakterien) noch zu kalt (dann fehlt ihr die Energie). Perfekt ist eine Temperatur zwischen 35 und 40° C um den Teig gehen zu lassen.  Zugluft mag der Hefeteig übrigens auch nicht.

Tipp 3 – Füttere deinen Hefeteig

Hefe ist lebendig und möchte gefüttert werden. Milch oder Wasser habe ich vorher oft zu warm oder kalt hinzu gegeben. Wenn du nicht sicher bist, nutze ein Küchenthermometer oder prüfe kurz mit dem Finger ob die Flüssigkeit lauwarm ist. Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, einen Vorteig anzusetzen. Also erst einmal zerbröselte Hefe, lauwarme Milch oder Wasser und etwas Zucker verrühren und bei ca. 35°C erst einmal zehn Minuten arbeiten lassen. Dann erst gebe ich Butter, Zucker, Ei hinzu, rühre noch einmal und gebe dann erst Mehl und Salz hinzu. Der Zucker dient der Hefelösung dabei als Nahrung. Du kannst ihn auch gegen Honig ersetzen.

Tipp 4 – Knete deinen Hefeteig

Sobald alle Zutaten im Teig sind, muss dieser ordentlich geknetet werden. Und damit meine ich wirklich: ordentlich! Fünf Minuten sind das Minimum. An Ende musst du einen elastischen, geschmeidigen Teig haben. Den lasst ihr an einem warmen Ort (siehe Tipp  2) gehen bis er sich verdoppelt hat. Das kann schon mal eine Stunde oder länger dauern. Die Zeitangabe ist zweitrangig. Wichtig ist einfach, dass das Volumen sich deutlich vergrößert hat. Danach knetest du den Teig noch einmal durch und kannst ihn dann verarbeiten.

Tipp 5 – Lasse deinen Hefeteig gehen

Hast du ihn in die gewünschte Form gebracht (z. B. in die Zimtschnecken die ich dir heute mitgebracht habe), dann lasse den Teig noch einmal an besagtem, warmen Ort gehen. Decke ihn dabei zu, damit er vor Zugluft geschützt ist.

Kleiner Zusatztipp – Die Frische macht es!

Ich habe mir angewöhnt, nur noch frische Hefe zu verarbeiten. Die trockene Hefe ist zwar praktisch, aber die besten Ergebnisse erziele ich mit frischer Hefe. Ein Würfel Hefe reicht für 500 g Mehl.

So gelingt Hefeteig - Tipps und Tricks

Und wenn du jetzt Lust auf Süßes bekommen hast, dann habe ich hier eine Ladung superleckerer Zimtschnecken für dich.

Zimtschnecken

(Rezept zum Ausdrucken als pdf:  Fluffige Zimtschnecken)

So gelingt Hefeteig - Tipps und Tricks

Du brauchst:

200 ml Milch

1 Würfel Hefe

10 g Zucker plus 80 g Zucker

80 g Butter

500 g Mehl

1 Prise Salz

1 Ei

Für die Füllung:

50 g Butter (geschmolzen)

25 g Backkakao

1 TL Zimt

Ca. 20 – 50 g Zucker

Optionale: gehackte Nüsse, Mandeln

etwas Milch und ein Eigelb

Zubereitung:

Erwärme die Milch auf ca. 38°C und gib 10 g Zucker hinzu. Zerbrösele die Hefe in die Milchzuckerlösung und verrühre den Ansatz kurz. Lasse ihn zehn Minuten gehen.

Nun gibst du Butter, den restlichen Zucker und das Ei hinzu und rührst noch einmal alles gut um. Die Zutaten sollten Zimmertemperatur haben.

Gib Mehl und Salz hinzu und knete den Teig ordentlich (min. fünf, eher zehn Minuten) durch, bis du einen geschmeidigen Teig erhälst.

Lasse diesen an einem warmen Ort zugedeckt stehen, bis er sich verdoppelt hat. Nun knetest du ihn noch einmal kurz durch und rollst ihn auf einer leicht bemehlten Fläche rechteckig aus. Der Teig sollte ca. 1 cm dick sein.

Nun bepinselst du den Teig mit der geschmolzenen Butter. Vermische Zucker, Zimt und Backkakao miteinander und streue die Mischung über den Teig. Wenn du magst, gib Nüsse oder Mandeln hinzu.

Nun rollst du den Teig von der schmalen Seite eng ein und schneidest ca. 3 cm dicke Scheiben ab. Lege diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.

Decke das Blech zu und lasse die Zimtschnecken noch einmal ca. 30 Minuten gehen. Vermische ein Eigelb mit etwas Milch und bestreiche die ZImtschnecken damit.

Heize den Ofen auf 190°C Umluft vor. Backe die Zimtschnecken ca. 15-20 Minuten bis sie hellbraun sind.

Lass die Schnecken auskühlen. Fertig.

So gelingt Hefeteig - Tipps und Tricks

Meine Kinder lieben es sehr, wenn ich die Zimtschnecken nicht zu groß mache und danach einen Papierstrohhalm als Lollie hineinstecke. So haben wir Zimtschneckenlollies.

Wenn du noch mehr Inspiration brauchst: ich selbst habe kürzlich beim Stöbern auf dem Blog dieses einfache Brotrezept gefunden, das ich aus dem Game of Thrones-Kochbuch habe. Beim Durchlesen konnte ich so richtig nachvollziehen, was ich damals alles noch falsch gemacht habe, wenn ich mit Hefe gearbeitet habe. Und wenn du auf der Suche nach Brot- und Brötchenrezepten sein solltest: auf meinem Pinterest-Profil habe ich dazu ein Ideenboard.

Und wer weiß? Vielleicht sollte ich irgendwann einmal einen Liebesroman schreiben, bei dem die Liebenden ebenso viele Tiefpunkte durchlaufen wie mein Hefeteig? „Schuld war nur der Hefeteig?“ wäre doch ein guter Titel.

Habt ihr selbst denn auch einen besonderen Tipp, wie euch der Hefeteig gelingt? Oder zittert ihr selbst, wenn es an den Hefeteig geht?

Ich sende euch ein Lächeln zu!

Christine

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{Mit dem Zimtduft kommt die Weihnacht} Knusprige Kekse und knallige Boxen

Zimtschnecken kombiniert mit knusprigen Cookies

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Wo ist denn so plötzlich die Adventszeit her gekommen? Es war doch gerade noch Sommer Herbst. Ok, die Temperaturen passen eindeutig zum Winter und seit letztem Wochenende ist unser Haus auch vorweihnachtlich dekoriert. Aber dennoch kommt es mir so vor, als ob dieses Jahr einige Monate ausfallen gelassen hat, denn gefühlt kann dieses Jahr nie und niemer schon kurz vorm Ende stehen.

Doch am Adventskranz brennt seit heute die zweite Kerze. Die ersten Keksdosen sind gefüllt und die Weihnachtsstempelkiste ist aus dem obersten Regal hervor gekramt worden. Und es duftet nach Weihnachten. Das liegt mit Sicherheit an den zimtigen Cookies, die ich heute mit meinen Kindern gebacken habe. Die Grundidee für die Cookies habe ich bei Miss Blueberrymuffin gefunden, die ja für mich die heimliche Cookiequeen unter den Backbloggern ist. Was habe ich da schon herrliche Cookies entdeckt.

Weil ich mich nicht so ganz an das Rezept gehalten habe, habe ich hier auch meine Variante für euch.

Zimtschnecken-Cookies

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So geht es:

Teig
240 g Mehl
1 TL Backpulver
etwas Salz
170 g Butter
120 g brauner Zucker
1 Ei

Füllung
80 g brauner Zucker
2 TL Zimt
40 g weiche Butter

2 EL Backkakao

Guss
ca. 100 g Puderzucker
etwas Milch

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Mehl, Backpulver und Salz  miteinander vermischen. Die Butter mit dem Zucker cremig aufschlagen und das Ei unterrühren. Dann die Mehlmischung dazu geben und alles zu einem Teig verarbeiten. Den Teig zu einer Kugel rollen und in Frischhaltefolie gewickelt für eine Stunde in den Kühlschrank legen.
Backofen auf 170° C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
Den kalten Teig dünn rechteckig ausrollen, dann mit der weichen Butter bestreichen und Zimt-Zucker-Kakao darauf verteilen. Teig einrollen und ihn in ca. 1-2 cm dicke Scheiben schneiden. Diese dann mit Abstand auf den Backblechen verteilen und leicht andrücken.
Ca. 12 Minuten backen.  Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.
Danach einen Zuckerguss mit etwas Puderzucker und Milch anrühren. Er sollte eine dünnflüssige Konsistenz haben. In einen Spritzbeutel füllen und eine kleine Ecke des Beutels abschneiden. Dann Streifen über die Cookies ziehen und fertig.
Ich fürchte ja, allzu lange werden diese Cookies bei uns nicht überleben. Sie sind so lecker wie sie auch schon beim Backen duften. Hmmm!
Eine kleine Bastelei habe ich aber auch noch für euch. Es ist eine kleine Explosionsbox, hier als Variante eines „Adventskalenders to go“. Ich habe aber auch eine Variante aus dem letzten Jahr als „15 Minuten Weihnachten„. Das ist übrigens der beliebteste Beitrag zur Zeit auf dem Blog.
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Mit meinen Kindern habe ich Teelichter ein wenig aufgewertet.
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Dazu haben wir runde Papierkreise in Größe von Teelichtern angemalt. Dann haben wir die Kerzen aus der Aluminiumhülle genommen, die Papierkreise auf den Boden gelegt und die Kerzen wieder darauf gestellt.
Beim Abbrennen erscheint dann irgendwann die Zeichnung (oder die kleinen Stempelbilder), die man vorher angefertigt hat. Das hat einen total überraschenden Effekt (vor allem wenn man es nicht erwartet) und wir haben schon einige der Überraschungslichter verschenkt.
Total einfach, aber ein sehr hübscher Effekt. Die Kinder sind jedes Mal auch total gespannt, welches Motiv erscheint.

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Nun gehe ich noch einen Keks oder vielleicht auch zwei drei naschen und wünsche euch einen ruhigen zweiten Advent.
Wie immer die süßesten Grüße
Christine

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{Bullerbü und Suppenschüssel} Fika ruf ich und will nach Schweden!

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Gerade bereite ich meinen diesjährigen „Geschichtenzauber im Advent“ vor. An jedem Adventssamstag lade ich seit vielen Jahren Kinder in die Lese- und Schreibwerkstatt ein zum Basteln, Backen und natürlich zum Vorlesen. In den vergangenen Jahren haben ich und meine fleißigen Helfer die Kinder mit auf weihnachtliche Weltreise genommen. Wir haben an jedem Adventssamstag ein Land besucht und haben viel über die Weihnachtstraditionen dort erfahren. Oft waren auch Muttersprachler dabei und haben viel dazu erzählt.

Auch Schweden war schon an der Reihe. Luciabrötchen hatten wir damals gebacken. In diesem Jahr werden wir zwar keine Länder besuchen aber natürlich wieder backen, basteln und vorlesen. Ich wälze gerade Weihnachtsbücher und suche die diesjährigen Geschichten aus. Eine habe ich schon ganz sicher. Der Michel aus Lönneberga wird in diesem Jahr die Pastorsfrau küssen. Und in diesem Zusammenhang werden wir auch etwas Schwedisches backen.

Schwedische Backwaren kommen mir eh sehr entgegen. Hefe, Zimt und Zucker, Äpfel, Marzipan sind alles Zutaten die ich sehr mag. Und so habe ich beim Stöbern im Astrid-Lindgren-Weihnachtsbuch Weihnachten mit Astrid Lindgren: Die schönsten Geschichten von Pippi Langstrumpf, Michel, Madita, den Kindern aus Bullerbü u. a. auch eine unglaubliche Lust bekommen schon vorab etwas zu backen.

Und auf einem Blog den ich sehr gerne lese, dem Holunderweg 18, gibt es doch auch passenderweise ein schönes Event dazu. Deshalb geht es jetzt einfach nach Schweden. Wir denken uns meterhohen Schnee, sehen die Kinder von Bullerbü, den Michel, vielleicht auch Pippi wie sie den Weihnachtsbaum plündert… und nun ganz tief in Astrid Lindgrends bezaubernder Welt gibt es für euch ein paar Zimtschnecken.


Vollgepackt mit allen Zutaten, die ich so liebe. Und ein wenig Schokolade gibt es auch noch dazu. Und wenn ich schon dabei bin, gibt es auch noch eine Handvoll gerösteter Mandeln obendrauf. Weil das Backfräulein sehr auf Cake-Pops steht, naschen wir ja in letzter Zeit oft mit Stiel. Und so habe ich auch einige der Zimtschnecken für das Backfräulein aufgespießt. Für Kinder schmeckt das irgendwie gleich noch mal so fein, hab ich den Eindruck.

Zutaten für eine Ladung frischer Zimtschnecken

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1 Hefeteig (entweder selbstgemacht oder gekauft)

ca. 30 g Butter, zerlassen

1 TL Zimt

4 EL Zucker

1 kleiner Apfel, geschält und gewürfelt

50 g Marzipan (in kleinen Würfeln)

1 EL Backkakao

3 EL Mandeln

etwas Milch

So geht es:

Heizt den Backofen auf 180° C vor und legt ein Blech mit Backpapier aus.

Rollt den Hefeteig ca. 0,5 cm dick aus. Er sollte annähernd rechteckig sein, damit ihr ihn nachher gut aufrollen könnt.

Bestreicht den Teig mit der zerlassenen Butter.

Zucker, Zimt und Backkakao werden miteinander vermischt und über den Teig gestreut.

Mandeln in der Pfanne rösten, bis sie leicht braun werden und etwas abkühlen lassen

Schält den Apfel und würfelt ihn in kleine Stücke. Auch das Marzipan würfelt ihr fein. Die Würfelchen werden nun ebenfalls auf dem Teig verteilt.

Nun rollt ihr den Teig von der Längsseite her fest auf und schneidet von dieser Rolle ca. 2 cm dicke Teigstücke ab. Diese drückt ihr etwas fest und legt sie auf das Backblech. Wer mag, gibt nun einen Cake-Pop-Stiel hinein (kann man auch nach dem Backen noch machen). Ich finde besonders schön sieht es aus, wenn man die Schnecken nah beieinander legt und sie beim Backen zusammengehen.

Nun werden die abgekühlten Mandeln darüber gestreut. Ich bepinsel die Schnecken zusätzlich noch mit Milch.

Die Schnecken wandern nun für ca. 25 Minuten in den Backofen bis sie goldbraun sind.

Perfekte Wartezeit um mal wieder eine Geschichte von Astrid Lindgren zu lesen.

Kurz abkühlen und am besten direkt lauwarm genießen.

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Die süßesten Grüße

Christine

Und nun noch eine kleine Geschichte zu den Fotos: die gab es schon mal auf dem Blog: Anfang des Jahres. Denn die Fotos, die ich dieses Mal von den Zimtschnecken gemacht habe sind… hmmm, ja irgendwie verschollen. Der Kleine hat nun die Höhe erreicht, in der er meinen Computer wohl genauer betrachten konnte und da hat er wohl den Chip aus dem Fach gezogen. Den mit den Bildern drauf. Vom letzten Urlaub und ja, auch von diesen Zimtschnecken. Wir suchen zur Zeit noch und solange gibt es für euch die Fotos der letzten Zimtschnecken (da sie optisch und vom Rezept her ziemlich identisch sind).

Drückt mir die Daumen, dass wir das Geheimversteck von dem Kleinen bald gefunden haben. Und ich werde meinen Computer nun immer schön in Sicherheit bringen.

A Game of Thrones – Zum Staffelstart das Kochbuch zur Serie und warum ich beim Nachbacken des ersten Rezeptes bestohlen wurde

    game of thrones

Ich bin ein Büchermensch. Absolut. Wenn ich am Lesen bin, tauche ich in andere Welten ein und kann komplett vom Alltag abschalten.

Lesen macht mich glücklich.

Bücher machen mich glücklich.

Deshalb kann ich im Nachhinein gar nicht verstehen, wie George R. R. Martins Epos „A Game of Thrones“ oder „Das Lied von Eis und Feuer“ so lange vor mir verborgen bleiben konnte. Ist es aber tatsächlich. Erst vor wenigen Wochen habe ich die faszinierende Welt von Westeros kennen und lieben gelernt. Und ich schäme mich ehrlich gesagt ein wenig es zuzugeben: zuerst habe ich die ersten drei Staffeln geschaut, bis ich dann auch zum Lesen gekommen bin. Irgendwie fies, da betrügt man sich selbst ja ein klein wenig und bringt sich um das berühmte Kopfkino. Nun haben mich die Bücher aber doch noch in ihren Bann gezogen und ich bin tief in Martins Epos eingetaucht.

Ende April habe ich dann bei Persis, die den unglaublich tollen Blog Ein Keks für unterwegs hat, entdeckt, dass es ein wahnsinnig schönes Kochbuch zu der Reihe gibt. Zwei Bloggerinnen haben sich tatsächlich die Arbeit gemacht, die Gerichte in den Büchern von Martin aufzuspüren und sich Gedanken dazu zumachen, wie man diese nachkochen könnte. Dazu haben sie in mittelalterlichen Rezeptbüchern gestöbert (Wahnsinn oder?), haben Rezepte ausprobiert, angeglichen, an die Jetztzeit angepasst.

In dem Buch findet man so eine kulinarische Reise, beginnend an der Mauer durch den Norden, den Süden, durch King´s Landing über Dorne bis jenseits der Narrow Sea.

Ihr findet die Rezepte immer in zwei Varianten vor: einmal in der mittelalterlichen und dann in einer neumodischen Version. Jedem Gericht ist zudem ein Zitat vorangestellt, von dem sich die Autorinnen zu dem Gericht inspirieren ließen. Und auch einen Einblick in die mittelalterliche Küche gibt es zu Anfang des Buches.

Fans der Serie werden mit diesem Buch richtig viel Freude haben, Mittelalterfans sicherlich auch. Und der Rest? Der auch, denn das Buch ist einfach etwas Besonderes. In Deutschland ist es im Zauberfeder-Verlag erschienen. Mit sehr viel Liebe hat der Verlag das Buch herausgegeben und es in den Händen zu halten, macht mich richtig glücklich, denn es sieht auch von außen schon edel aus. Hier habe ich auch einen kleinen Einblick ins Buch hinein:

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Netterweise hat der Verlag mir ein Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt, ein weiteres darf ich zudem an einen von euch verlosen. Doch dazu nächste Woche mehr. Ihr fragt euch, warum erst nächste Woche?

Ich habe mir Folgendes überlegt: Begleitend zur neuen Staffel, die am Montag auf Sky startet, werdet ihr jeden Sonntag – sozusagen als kleine Einstimmung – ein Rezept aus dem Buch vorgestellt bekommen.

Es würde mich sehr freuen, wenn ihr Lust habt, auf diese Art und Weise die Serie mit mir zu verfolgen.

Wer von euch ist der Serie bzw. den Büchern denn auch verfallen?

Die kulinarische Reise und unsere Reise durch die Welt von Westeros beginnt heute mit:

Modernen Brötchen mit Rosinen, Pinienkernen und Äpfeln

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„Iss, forderte Jon ihn auf. „Wer weiß, wann du das nächste Mal Gelegenheit dazu bekommst.“ Er nahm sich selbst auch zwei Brötchen, die Nüsse darin waren Pinienkerne und außer den Rosinen enthielten sie auch getrocknete Apfelstücke.

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Für ca. 12 Brötchen

Für den Teig:

200 ml Vollmilch

4 EL weiche Butter

ca. 480 g Mehl

50 g Zucker

2 Eier

1 Päckchen Trockenhefe

1 TL Salz

etwas Öl

Für die Füllung:

1 Apfel, geschält, entkernt und in kleine Stücke geschnitten

50 g Rosinen

20 g Pinienkerne gehackt

20 g gehackte Mandeln (im Originalrezept nicht enthalten)

150 g brauner Zucker

2 EL Zimt

4 EL Butter, geschmolzen

Wer eine Glasur mag:

120 g Puderzucker

4-5 EL Milch

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So geht es:

Erhitzt die Milch und Butter in einem Topf. Kurz vor dem Siedepunkt gebt ihr sie in eine große Schüssel und lasst sie auf Körpertemperatur abkühlen. Gebt 120 g Mehl, Zucker, Eier, Hefe und Salz dazu. Nun gebt ihr das restliche Mehl dazu und knetet den Teig gut durch. Wenn der Teig glatt und geschmeidig ist, formt ihr in zu einer Kugel.

Diese gebt ihr in eine große und geölte Schüssel. Darin wendet ihr die Kugel bis sie mit Öl bedeckt ist. Verschließt die Schale mit Folie und deckt sie mit einem Küchentuch ab. An einem warmen Ort lasst ihr diese nun ca. eine Stunde stehen.

In dieser Zeit vermischt ihr Zucker, Zimt, Äpfel, Rosinen, Pinienkerne und Mandeln miteinander.

Ist der Teig aufgegangen, gebt ihr ihn auf eine bemehlte Arbeitsfläche und rollt ihn auf ca. 30 mal 40 cm aus.

Nun verteilt ihr die geschmolzene Butter auf dem Teig. Die Apfelzuckermischung wird ebenfalls auf dem Teig verteilt. Dann rollt ihr den Teig von der langen Seite zu einer engen Rolle zusammen.

Mit einem scharfen Messer schneidet ihr nun 2 cm breite Stücke. Diese legt ihr auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, so dass sich die Schnecken fast berühren.

Deckt wieder mit einem Küchentuch ab und lasst den Teig noch einmal 45 Minuten gehen.

Heizt den Ofen auf 180°C (Umluft) vor. Dann backt ihr die Schnecken für ca. 20 Minuten.

Lasst die Teilchen abkühlen und wer mag kann nach dem Auskühlen noch aus Puderzucker und Milch einen Zuckerguss für darüber machen. Dazu verrührt ihr die beiden Zutaten einfach nur gründlich miteinander.

Hier kommt ihr zum Rezeptdruck: zimtschnecken

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Und jetzt zu dem Diebstahl, den ich euch in der Überschrift angekündigt habe. Kaum hatte ich meine leckeren Schnecken zum Abkühlen herausgestellt, wurden mir doch tatsächlich zwei ganz dreis geklaut. Meine kleine Backhelferin bemerkte den Diebstahl als Erste. Da waren doch blitzeschnell aus den zwölf Zimtschnecken zehn geworden. Eine blieb verschwunden, die andere fanden wir teilweise im Garten wieder. Die Elstern, die Nachbarskatze oder gar ein dreiäugiger Rabe? Wir wissen es nicht, haben aber die anderen Teilchen zum weiteren Auskühlen schnell zurück ins Haus gebracht.

Nachdem wir den gefundenen Rest großzügig den Tieren überlassen hatten, habe ich meine wundervolle Backhelferin übrigens am gleichen Nachmittag dabei erwischt, wie sie unsere leckeren Walderdbeeren im Garten verteilt: auch für die Tiere. Da war viel Überzeugungsarbeit notwendig, dass die süßen Früchtchen nur für uns sind und dass wir zukünftig nicht unseren Kuchen mit den Katzen teilen.

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So, und nun wünsche ich uns allen einen spannenden Start in Staffel Vier (diejenigen die die Bücher schon weitergelesen haben: verratet mir bloß keine Spoiler! Ich will gar nicht wissen, wer von meinen Lieblingen bald sterben muss. Das ist ja schlimm, was der Autor seinen Figuren und uns Lesern antut!)

Ich schicke euch ein Lächeln!

Christine

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Hey du süße Schnecke! Wo geht´s denn hier nach Schweden? Was es heute gibt? Ganz klar: Zimtschnecken

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ChristinebloggtIch war ja noch nie in Schweden, würde aber wahnsinnig wahnsinnig wahnsinnig gerne einmal dort Urlaub machen. Astrid Lindgren-Romantik. Durch die Wälder streifen wie Ronja Räubertochter, in den kalten See hüpfen wie Michel aus Lönneberga… auf Blumenwiesen bunte Sträuße pflücken, abends ein kleines Lagerfeuerchen machen…

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Ach ja, das Fernweh packt mich doch gerade sehr, wenn ich an Schweden denke. Warum ich an Schweden denke, hat übrigens mit diesen kleinen Tierchen zu tun, die ich just vor ein paar Tagen in meiner Küche hatte. Zimtschnecken. Eines der liebsten Gebäckstücke meines Mannes. Und auch meine kleine Küchenhelferin hat beim Zubereiten direkt ihre Liebe zu den süßen Teilen entdeckt. Und was sie besonders toll fand: ein Rezept bei dem kleine Küchenhelferinnen wirklich gaaanz viel mithelfen können, was sie dann auch mit absoluter Begeisterung getan hat. Nur die Rosinen, die wir ursprünglich noch rein machen wollten, waren irgendwie auf zauberhafte Art und Weise während der Backaktion verschwunden. Ob die der Michel heimlich stibitz hat? Von dem musste ich nämlich die ganze Zeit erzählen! Vom Kopf in der Suppenschüssel, wie Michel seine Schwester den Fahnenmast hinaufgezogen hat, wie er den Armen im Armenhaus ein schönes Weihnachtsfest bereitet hat und ganz viel mehr. Heute werde ich mir gleich in der Bücherei wieder ein Michelbuch ausleihen.

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Vielleicht ist euch auch schon aufgefallen, dass die Zimtschnecken momentan auf ganz vielen Blogs herumkriechen? Schuld an dieser Schneckenplage ist wohl der tastesheriff  Claretti, diese hat eine wirklich schöne Aktion ins Leben gerufen. Jeden Monat stellt sie eine Rezeptidee vor, die dann von ganz vielen in ganz vielen Variationen nachgebackt werden kann. Bei ihr werden dann alle Bilder gesammelt, zu Blogs auch verlinkt. Klasse, oder? Da stelle ich meine Lieblingszimtschnecken doch auch gerne vor.

ichbacksmirUnd hier kommt das Rezpt für euch:

Für den Hefeteig braucht ihr:

500 g Weizenmehl

1 P. Trockenhefe

75 g Zucker

1 P Vanillezucker

1 Prise Salz

250 ml Milch (lauwarm)

75-100 g zerlassene, abgekühlte Butter

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Für die Füllung:

1-2 EL Kakaopulver

2 TL Zimt (je nachdem wie geschmacksintensiv ihr die Zimtschnecken wollt, natürlich etwas mehr oder weniger)

100 g Mandeln (in Stücke gehackt)

50 g Zucker  (auch hier könnt ihr mehr oder weniger verwenden, je nachdem wie süß ihr es wollt)

50 g Amarettini zerbröselt

ca. 30 g Butter (zerlassen)

1 Eigelb

Geschmacksvarianten bekommt ihr wenn ihr z. B. noch Äpfel dazugebt, Marzipan, Rosinen (diese z. B. auch schon am Vortag in Rum eingelegt)… das verändere ich meist nach Lust und Laune

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Und so geht es:

Gebt das Mehl in eine Schüssel und fügt die Trockenhefe, die warme Milch, das Salz, den Zucker und die Butter hinzu. Verrührt alles gründlich miteinander und lasst den Teig dann zugedeckt an einem warmen Ort für ca. 30 – 45 Minuten lang gehen.

In der Zeit könnt ihr schon einmal die Mandeln für die Füllung kleinhacken (oder direkt gehackte Mandeln kaufen) und kurz in der Pfanne anrösten und abkühlen lassen. Die Amarettini werden zerbröselt und  Zimt, Zucker und Kakaopulver vermischt ihr schon einmal miteinander.

Wenn der Teig fertig ist, rollt ihr ihn rechteckig auf einer bemehlten Fläche aus. Streicht die zerlassene Butter darauf und streut die Zimt-Zucker-Kakao-Mischung flächig darüber. Nun streut ihr die Mandeln und Amarettinibrösel darüber. Habt ihr noch eine andere Zutat kommt diese ebenfalls nun auf den Teig.

Dann wird dieser eng eingerollt (von der Längsseite aus). Diese Rolle schneidet ihr nun in ca. 2 cm dicke Stücke (Schnecken), die ihr dann relativ eng nebeneinander auf das Blech setzt. Sie sollen ruhig beim Backen leicht aneinander backen. Die Schnecken bestreicht ihr nun noch mit dem Eigelb. Wer mag, kann auch noch einmal ein wenig Zucker-Zimt von oben auf die Schnecken streuen.

Und dann geht es für ca. 20 Minuten in den auf 180° C (Ober- Unterhitze) vorgeheizten Backofen. Danach etwas abkühlen lassen und ruhig direkt lauwarm vernaschen.

Ein Glas Milch dabei und ich träume mich nach Schweden.

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